Eiskalt abgeblitzt: Ardo hält an der Schließung des Werks in Groß-Enzersdorf fest. Beim Treffen am Mittwoch gab es laut Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Lorenz Mayr „null Verständnis". Jetzt geht ein Brief an die belgische Eigentümerfamilie.
"Es gibt seit gestern einen Brief an die Eigentümerfamilie und wir hoffen, dass hier noch Gespräche stattfinden können für ein bis zwei Jahre Betreibung des Werkes, damit wir uns hier für die Zukunft des österreichischen Tiefkühlgemüses rüsten können."
Der größte Teil des österreichischen Tiefkühlgemüses, mehr als 80 Prozent, werden laut Mayr im Werk in Groß-Enzersdorf produziert. Auch wenn bereits Alternativen geprüft werden, könne ein Ersatz "nicht in der Schnelle" und nicht in der gesamten Menge gefunden werden.
Mayr will ein bis zwei Jahre Weiterbetrieb erreichen, damit sich die Branche neu aufstellen kann. Es geht um 500 bäuerliche Familienbetriebe und hunderte Jobs.
Ersatz fehlt
Das Werk produziert mehr als 80 Prozent des heimischen Tiefkühlgemüses. Ersatz gibt es nicht über Nacht und nicht in dieser Menge. Das kleinere Unternehmen im Ort prüft zwar, Teil der Lösung zu werden, den Ausfall kann es aber nicht auffangen.
Mayr sagt: Die Krise zeigt, wie verletzlich Österreich ist. Versorgungssicherheit muss die gesamte Lebensmittelkette umfassen. Die Gespräche stehen erst am Anfang.
Gegenüber dem Ö1-Morgenjournal mahnte Mayr: Nächster Gründonnerstag könnte das letzte Mal gewesen sein, dass österreichischer Spinat auf den heimischen Tellern landet.
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