Schwimmunfähigkeit

Bund lässt Bäder absaufen

Immer weniger Kinder können schwimmen.
© APA/BARBARA GINDL
Jedes zehnte Kind in Österreich kann nicht schwimmen, und immer mehr Hallenbäder sperren zu. Neunkirchens Bürgermeister äußert sich als Erster dahingehend, dass er vom Bildungsminister Wiederkehr (Neos) „maßlos enttäuscht” ist.
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Rund 76.000 Kinder und Jugendliche halten sich nur bedingt über Wasser. Trotzdem schließen Gemeinden ihre Bäder, weil das Geld fehlt. „Es ist für die öffentliche Hand so nicht mehr leistbar”, sagt Peter Teix (ÖVP). Das Neunkirchner Hallenbad schreibt 450.000 Euro Minus pro Jahr, fast die Hälfte der Besucher sind Schüler.

Der Minister schweigt (noch)

Schwimmen steht im Lehrplan des Bundes, daher dürfen die Gemeinden laut der rot-schwarzen Koalition nicht allein bleiben. Teix schrieb im Mai gemeinsam mit Mürzzuschlag einen offenen Brief an Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos). Eine Antwort kam nicht. Bisher. „Ich wollte mich mit ihm auf Augenhöhe an einen Tisch setzen”, sagt Teix und kündigt an, nicht lockerzulassen.

Das Ministerium winkt ab

Wiederkehrs Büro sieht das allerdings anders: Schwimmbäder gehören nicht dem Bildungsministerium, es gibt keine rechtliche Grundlage für eine Subvention. Den Eintritt für Schüler zahlt der Schulerhalter. Und so lernen immer weniger Kinder das Schwimmen. Traurig.

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