Wahl-Beben
AUS UND VORBEI! CDU fliegt mit 4,9 (!) Prozent aus Parlament
Die CDU ist erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bei einer Landtagswahl an der Einzugshürde gescheitert. Laut vorläufigem Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erhielten die Christdemokraten 4,9 Prozent der Stimmen. 5 Prozent sind für den Einzug nötig. Klarer Sieger der Wahl ist die AfD, die nach offiziellen Angaben auf 38,2 Prozent kam. Damit verdoppelten die Rechtspopulisten ihr Ergebnis gegenüber der Wahl vor fünf Jahren.
AfD will regieren
Auf Platz zwei folgt die SPD mit 35,5 Prozent, zudem ziehen die Linke (6,5 Prozent) und die Grünen (5,7 Prozent) in den Landtag ein. Das BSW (4,8 Prozent) scheitert wie die CDU knapp. Der Kandidat der AfD für das Amt des Ministerpräsidenten, Leif-Erik Holm, leitete daraus einen Regierungsauftrag für seine Partei ab. Er werde mit den anderen Parteien über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit sprechen. Allerdings haben bis auf das BSW bisher alle anderen politischen Kräfte eine Kooperation mit der AfD ausgeschlossen.
"Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld"
"Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen als CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler dieses Landes", sagte er am Sonntagabend kurz nach Wahlschluss in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, wo die rechte AfD beziehungsweise die Linke siegten. Im Nordosten flog die CDU sogar aus dem Landtag.
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Merz äußerte sich direkt nach den Prognosen öffentlich zum Wahlausgang. Er räumte ein "Desaster" für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern ein, zeigte sich aber kämpferisch. "Die Reformen müssen kommen", sagte er. Reformen seien das richtige Mittel gegen "das autoritäre Gift, das mit der Faszination des Autoritären immer tiefer in unsere Gesellschaft eindringt". Von der SPD kam umgehend Widerspruch. "Man kann eben nicht mit dem Kopf durch die Wand und einfach so weitermachen wie bisher", sagte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf etwa mit Blick auf die geplante Pensionsreform. "Sehr irritiert" zeigte sich auch die SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig. "Ich glaube, das ist mehr Demut vom Kanzler eigentlich angebracht", sagte sie am Wahlabend.
AfD fordert Kanzler-Rücktritt
Scharfe Kritik kam von den politischen Rändern. AfD-Co-Chefin Alice Weidel forderte den Kanzler am Sonntagabend im ZDF zum Rücktritt auf. Die AfD habe mit den Wahlen in Ostdeutschland bewiesen, dass sie und nicht mehr die CDU Volkspartei sei. Die CDU müsse "langfristig" zu Koalitionsgesprächen bereit sein. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek sagte der "Rheinischen Post": "Merz zeigt mit diesem Auftritt nicht nur, dass er absolut realitätsfremd ist, sondern auch vollkommen beratungsresistent." Er wolle seinen Kurs einfach fortsetzen. Merz gehe es um sein Amt, nicht um die Menschen.
Merz unter Druck
Schlechte Umfragewerte und die heftige Niederlage seiner CDU im Bundesland Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen haben Merz innerparteilich stark unter Druck gesetzt. Seit Tagen wird in Deutschland darüber spekuliert, ob er sich halten kann. Merz hatte für den Wahlabend das CDU-Präsidium in die Parteizentrale bestellt, um sich Rückendeckung zu holen.
+++ Der Wahlkrimi in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zum Nachlesen im Wahlticker von oe24 +++
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Um 00:01 schrieb die CDU Geschichte
Es ist der 21. September 2026: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte fliegt die CDU aus einem Landesparlament.
AUS UND VORBEI!
CDU fliegt mit 4,9 (!) Prozent aus Parlament. Um 00:01 steht Historisches fest. In Mecklenburg-Vorpommern sind 1974 Wahlbezirke ausgezählt und die CDU steht bei 4,9 Prozent. Damit schafft sie zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik NICHT den Einzug in einen Landtag.
NOCH 1 (!) Wahlkreis
CDU kann Parlaments-Aus kaum mehr abwenden. Die Christdemokraten bräuchten 5 Prozent, sie stehen in Mecklenbu8rg-Vorpommern bei 4,9 Prozent
Noch zwei Wahlkreise
... dann ist wohl das parlamentarische Ende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern besiegelt. Die Partei würde zum ersten Mal in ihrer Geschichte, NICHT in einen Landtag einziehen.
AfD sagt Merz-Ende voraus
Bundeskanzler Friedrich Merz wird sich nach Ansicht des AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm nicht mehr lange im Amt halten. Holm äußerte sich dazu am Sonntag in Schwerin im Anschluss an die Ergebnisse der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.
Holm äußerte deutliche Vorhersagen bezüglich der politischen Führung im Bund. "Ich glaube, der Kanzler wird das Jahresende nicht erreichen", sagte Leif-Erik Holm in Schwerin nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.
Der CDU scheint endgültig die Luft auszugehen
Die aktuelle Hochrechnung, es sind nur noch wenige Stimmen in Mecklenburg-Vorpommern auszuzählen
Die allerletzten Stimmen werden ausgezählt
CDU bei 4,9 (!) Prozent. Das würde heißen: Raus aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern!
Türkische Medien über Wahl: Eralp "sprengt die Urnen"
Elif Eralp macht auch in der Türkei Schlagzeilen - und das nicht nur, weil sie als Spitzenkandidatin der Linken bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus einen großen Erfolg erzielt hat. Auch die türkischen Wurzeln der Politikerin werden im Heimatland ihrer Eltern betont.
"Historisches Ergebnis in Deutschland: In Berlin geht der Sieg an die Partei der türkeistämmigen Bürgermeister-Kandidatin Elif Eralp", titelte der Fernsehsender Halk TV. Und die Tageszeitung Sözcü schrieb: "Türkische Kandidatin sprengt die Urnen; die Deutschen sagten 'Elif'!"
Wohl erste Regierungschefin mit Migrationshintergrund
Eralp selbst hatte in ihrer Rede direkt nach der ersten Prognose am Abend auf Türkisch gesagt: "Wir haben Geschichte geschrieben, Freunde." Eralp wäre nicht nur erste linke Berliner Regierungschefin, sondern auch die erste mit Migrationshintergrund.
Eralps Eltern flohen als Sozialisten und Gewerkschafter nach dem Militärputsch aus der Türkei, ihre Mutter war damals mit ihr schwanger. Geboren wurde Eralp dann 1981 in München.
Die türkische Medienplattform Serbestiyet schrieb am Abend: "Die Tochter einer Familie, die nach dem Putsch vom 12. September floh, steht in Berlin kurz vor dem Amt der Regierenden."
Die aktuellen Zahlen: Nur noch wenigen Stimmen auszuzählen
Mecklenburg-Vorpommern und (mögliche) Folgen
Der erstmalige Rauswurf aus einem Landesparlament könnte die innerparteiliche Diskussion über Kanzler Merz neuerlich befeuern. Merz war in einem ungewöhnlichen Schritt bereits kurz vor Wahlschluss am Sonntagabend an die Öffentlichkeit getreten und hatte eine beherztere Reformpolitik versprochen, um das politische Ruder herumzureißen. Zugleich betonte er, dass es am Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern nichts schönzureden gebe und es ein "Desaster" sei. Zu diesem Zeitpunkt lag die CDU in Prognosen aber nur über der Fünf-Prozent-Hürde. Freilich war auch dieses Ergebnis deutlich unter dem bisher schlechtesten CDU-Landesergebnis der Geschichte, 9 Prozent bei einer Wahl im Stadtstaat Bremen im Jahr 1951.
Es könnte historisch werden - und für Merz ganz bitter
Die Christdemokraten des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz droht bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein historisches Debakel: In einer Hochrechnung des Fernsehsenders ARD rutschte die CDU am späten Sonntagabend unter die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass die CDU bei einer Landtagswahl an der Einzugshürde scheiterte.
In den Rohdaten lag die CDU nach Auszählung fast aller Stimmen bei 4,83 Prozent. Laut dem Politikwissenschafter Julius Kölzer waren nur noch rund 30.000 Stimmen zu zählen, und die Christdemokraten bräuchten rund ein Zehntel davon, um es in der Endabrechnung noch über die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen.
Schock für die CDU!
Jetzt kommt es ganz bitter für die Merz-Partei CDU. In Mecklenburg-Vorpommern fliegt sie laut aktueller Hochrechnung aus dem Parlament.
Für die Partei der absoluter Supergau! Schlimmer geht's nimmer! Der Druck auf Merz steigt damit von Minute zu Minute.
Bei dieser Hochrechnung fliegt die CDU aus dem Parlament
Merz auf Rückzug
Um 21.39 Uhr ist es in Berlin soweit: Der Kanzler, Friedrich Merz, verlässt die CDU-Parteizentrale.
Die aktuellen Zahlen
Wagenknecht-Partei würde zweimal Einzug ins Parlament verpassen
CDU muss um Einzug in Landtag zittern
"Stadt verändern": Linke greift in Berlin nach der Macht
"Wir haben Geschichte geschrieben", ruft Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp ihren ausgelassen jubelnden Anhängern zu. Ihre Partei hat die Berlin-Wahl nach Hochrechnungen von ARD und ZDF überraschend klar vor der CDU gewonnen. Sie hat nun erstmals die Chance, mit der 45-jährigen Eralp die Bürgermeisterin zu stellen. Möglich wäre das in einer Dreierkoalition mit Grünen und SPD.
Erklärtes Ziel von CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers war es, ein solches Szenario zu verhindern und das Rote Rathaus für die Union zu verteidigen. Theoretisch schien das am Abend noch möglich, denn auch eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD hätte den Zahlen zufolge rechnerisch eine Mehrheit. Aber die Grünen kündigten an, Rot-Grün-Rot anzustreben, der bisherige schwarz-rote Senat sei abgewählt. Ein solches linkes Bündnis regierte in der Hauptstadt bereits zwischen 2016 und 2023, allerdings unter SPD-Führung.
Linke doppelt so stark wie 2023
Laut den Hochrechnungen von ARD und ZDF kann die Linke in Berlin mit rund 25 Prozent rechnen - eine Verdopplung im Vergleich zur Wahl 2023. Die CDU, die seit ihrem damaligen Wahlsieg gemeinsam mit der SPD in Berlin regiert, lag bei etwa 20 Prozent und verlor damit rund 8 Prozentpunkte. Um Platz drei streiten die Grünen mit rund 15 Prozent und eine erstarkte AfD, die mit 14 bis 16 Prozent aber wohl schwächer abschneidet, als letzte Umfragen es vermuten ließen - und mit der niemand koalieren will.
Die SPD, die in Berlin seit der Wiedervereinigung ununterbrochen mitregiert, fällt den Hochrechnungen zufolge auf 12 Prozent ab - das wäre ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis in der Stadt. Das BSW könnte mit 5 Prozent den Einzug in das Parlament schaffen, doch sicher war das am Abend noch nicht.
Auf Distanz zur Bundesregierung
Schwesig ist es bei brisanten Themen wie der Pensionsreform oder den Spritpreisen gelungen, auf Distanz zur gerade in Mecklenburg-Vorpommern unbeliebten Bundesregierung zu gehen. Sie inszenierte sich als Garant für Stabilität und Demokratie. Hilfreich für ihre Selbstdarstellung dürften zudem mehrere Milliardenverträge mit der Wirtschaft gewesen, die just zur Wahlkampfzeit unterzeichnet wurden; sei es der Aufbau eines riesigen Rechenzentrums bei Rostock von der Schwarz-Gruppe oder ein Großauftrag für Konverterplatten, den die Rostocker Werft bekam.
In den TV-Duellen gegen den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm zeigte sie sich wiederum sehr aggressiv und trieb den Herausforderer teilweise in die Enge. Beide Kandidaten warfen sich immer wieder die Verbreitung von Lügen und Halbwahrheiten vor.
"Frau gegen Blau" hofft auf Fortsetzung in Mecklenburg-Vorpommern
Es zeugt von gesundem Selbstbewusstsein, dass die SPD die Orangerie im Schweriner Schloss für ihre Wahlparty angemietet hat. Der prächtige Renaissancebau - einst Sitz der Mecklenburger Herzöge - ist seit 1990 der Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern. Seit nunmehr 28 Jahren hat hier die SPD das Sagen, doch noch vor Monaten deutete einiges darauf hin, dass ihre Zeit abgelaufen ist.
Nach einem harten und polarisierenden Wahlkampf konnte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig aber entgegen dem Bundestrend deutlich gegenüber der AfD aufholen. Nun hofft sie auf Koalitionspartner.
Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF liefern sich AfD und SPD bei der Landtagswahl ein enges Rennen um den Sieg - mit einem knappen Vorsprung für die AfD, die auf einen Wert zwischen 37,3 und 37,9 Prozent der Stimmen kommt. Die SPD holt 35,5 bis 35,9 Prozent. Neben den beiden ziehen demnach noch die Linke mit 6,5 bis 7,5 Prozent in den Landtag, Grüne (5,4 - 5,5), CDU (5,2 - 5,3) und BSW (4,9 - 5,0) müssen um den Einzug in den Landtag bangen. Im Gegensatz zur SPD fehlen der AfD mögliche Koalitionspartner.
Die aktuellen Zahlen
Berlin-Wahl - Wer ist Elif Eralp?
Elif Eralp stand in der Berliner Landespolitik lange in der zweiten Reihe. Als Linke-Spitzenkandidatin hat sie ihre Partei in der Hauptstadt nun durch den Wahlkampf geführt - mit dem festen Ziel vor Augen, Berlins erste linke Regierungschefin zu werden - und die erste mit türkischen Wurzeln.
"Wenn ein Linker in New York gewinnen kann, dann genauso gut in Berlin", sagte Eralp im November zum Wahlerfolg des linken Demokraten Zohran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in der US-Metropole. Wie weit das Beispiel New York trägt, ist seitdem oft diskutiert worden.
Eralp hat sich von Mamdanis Erfolg zumindest inspirieren lassen. Zu Beginn des Berliner Wahlkampfs war die 45-Jährige nahezu unbekannt. Die Linke-Strategie, an möglichst vielen Berliner Türen zu klingeln, hat Eralp von Anfang an ausdrücklich unterstützt. Auf Social-Media-Kanälen warb sie unermüdlich für sich und ihre Partei - auch in verschiedenen Sprachen und meistens gut gelaunt.
Geboren in München
Politik habe schon immer zu ihrem Leben gehört, sagte sie über sich selbst. Ihre Eltern flohen als Sozialisten und Gewerkschafter nach dem Militärputsch aus der Türkei - ihre schwangere Mutter mit ihr im Bauch. Geboren wurde Eralp 1981 in München.
Später lebte sie in Dortmund und Hamburg. Schon als Kind ging sie oft mit auf Demonstrationen und engagierte sich in der Anti-Atomkraft-Bewegung. In Hamburg studierte sie Jus - erstes und zweites Staatsexamen samt Prädikat inklusive.
Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin. Dort arbeitete sie ab 2010 zunächst als Referentin für Rechtspolitik der Linke-Bundestagsfraktion. Von 2018 bis 2023 war Eralp Mitglied im Linke-Landesvorstand.
Neue Hochrechnung
Erste Stimmen
CDU-Kandidat Stefan Evers hat sich auf der Wahlparty geäußert und dabei von "gemischten Gefühlen" gesprochen. Seine Einschätzung fasst die unterschiedlichen Entwicklungen des Abends zusammen.
Einerseits habe die CDU heute gegenüber ihrem Ergebnis von 2021 deutlich verloren. "Das ist kein Grund zur Freude", sagte Evers mit Blick auf die Entwicklung.
Andererseits habe die CDU im Wahlkampf spürbar zugelegt. Die Partei habe zunächst Gegenwind gehabt, inzwischen stelle sich die Situation deutlich anders dar.
Die erste Hochrechnung für Berlin
Die erste Hochrechnung für Meck-Pomm
Linke in Berlin klar vor CDU
In der ZDF-Prognose für die Berlin-Wahl kam die Linke auf 26 Prozent, die CDU auf 20 Prozent. Es folgen Grüne (15,5 Prozent), AfD (13,5) und SPD (12). Das BSW könnte mit 5 Prozent knapp den Einzug in das Abgeordnetenhaus schaffen. Die jetzige Regierung aus CDU und SPD hat keine Mehrheit mehr und ist damit abgewählt. Beide Parteien müssen deutliche Verluste hinnehmen. Linke und AfD gewannen stärker hinzu.
In Mecklenburg-Vorpommern kam die SPD auf 35,5 (ZDF: 36,5) Prozent und die AfD auf 37 (38) Prozent, wie die Sender am Sonntag mitteilten. Die CDU erreicht 5,5 (5) Prozent, die Grünen kommen auf 5,5 (5,5) Prozent und die Linkspartei auf 7,5 (6) Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt bei der ARD auf 5, im ZDF auf 4,8 Prozent und muss um den Einzug in den Schweriner Landtag bangen.
Kanzler Merz zeigt sich kämpferisch
Merz äußerte sich direkt nach den Prognosen öffentlich zum Wahlausgang. Er räumte ein "Desaster" in Mecklenburg-Vorpommern ein, zeigte sich aber kämpferisch. Er kündigte einen Reformkurs an. "Die Reformen müssen kommen." Er übernehme Verantwortung dafür. "Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen als CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler dieses Landes."
Merz hatte für den Wahlabend das CDU-Präsidium in die Parteizentrale bestellt. Nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen war die Kritik an Merz auch in der CDU immer lauter geworden. Vier Tage vor den Wahlen hatten die acht mächtigen CDU-Ministerpräsidenten dem Kanzler allerdings mit einer gemeinsamen Erklärung Rückendeckung gegeben.
Das Merz-Statement
Er resümiert die letzten Landtagswahlkämpfe - bis zurück nach Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Dann kommt er auf Sachsen-Anhalt und den CDU-Absturz zu sprechen. Die Ergebnisse in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erklärt er ambivalent. Mecklenburg-Vorpommern sei eine Katastrophe für die Partei. Das Berliner Ergebnis hingegen "ordentlich".
Gemeinsam mache man sich Sorgen um die Zukunft Deutschlands, leitet Merz dann schnell zum allgemeinen Teil über. Der Ton sei "rauer" geworden. Merz kritisiert auch die radikalen Kräfte an den Rändern links und rechts.
Merz will nicht zurück "in die gute alte Zeit". Merz will Deutschland einen neuen Aufbruch bringen. Merz will jetzt Reformen vorantreiben in Deutschland. Er versucht, seine Kanzlerschaft zu retten.
Kurz und knapp: Merz kämpft um seine Kanzlerschaft und will jetzt Reformen
Die Wahlen sind geschlagen: Gleich tritt Merz vor die Presse
Für die CDU ist der Ausgang der Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein Desaster. erklärt Friedrich Merz in wenigen Minuten seinen Rücktritt?
Alle Zahlen zu Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Erste Prognose für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Berlin:
Linkspartei: 24,5
CDU: 20,0
AfD: 16,0
Grüne 15,0
SPD: 12,0
BSW: 5,0
Mecklenburg-Vorpommern:
AfD: 37,0
SPD: 35,5
Linke: 7,5
Grüne: 5,5
CDU: 5,5
Alle Angaben in Prozent
Gleich kommen die ersten Zahlen
In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kommen um 18 die ersten Zahlen. Es handelt sich um eine Prognose der Wahlergebnisse. Kurz danach der Showdown: Kanzler Merz will in Berlin eine Erklärung abgeben.
Merz kündigt Erklärung an: Um kurz nach 18 Uhr will er vor die Presse treten
In Berlin brodelt es: Merz will nach 18 Uhr bereist nach der erste
Prognose in der Hauptstadt vor die Presse treten.
Erklärt der Kanzler umgehend nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern seinen Rücktritt?
Oder sucht Merz die Flucht nach vorne?
Großes Polizei-Aufgebot in Berlin
Die Berliner Polizei sichert die Wahlen in Berlin mit rund 1.100 zusätzlichen Einsatzkräften ab. Die Polizisten sind stadtweit unterwegs, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wie die Behörde mitteilte.
Es gehe um den Schutz der Wahllokale, des Abgeordnetenhauses und der Regierungsgebäude, wie ein Sprecher sagte. Polizisten achteten dabei auch darauf, dass es im Umfeld von Wahllokalen keine unzulässige Beeinflussung gebe.
CDU mauert sich ein: Krisen-Gipfel in Berlin
Kanzler Merz ist am Sonntag bereits in der CDU-Zentrale angekommen und hat die Spitzen der Partei für 17 Uhr zusammengetrommelt. Heißt: Die CDU mauert sich am Schicksalstag für Merz im Konrad-Adenauer-Haus ein. Für den Parteichef steht ein entscheidender Abend bevor, während die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin neue Parlamente wählen.
In Mecklenburg-Vorpommern liefern sich SPD und AfD ein enges Duell an der Spitze. Beide Parteien liegen in den letzten Umfragen mit 37 Prozent beziehungsweise 36 Prozent nahezu gleichauf.
In Berlin liegt Die Linke in den Erhebungen mit 22 Prozent knapp vor der CDU mit 20 Prozent. In beiden Bundesländern erreichen AfD, Die Linke und das BSW gemeinsam knapp 50 Prozent aller Stimmen.
Auch hohe Wahlbeteiligung im Osten
Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist bei den Wahlberechtigten bis zum Nachmittag auf mehr Interesse gestoßen als fünf Jahre zuvor. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent ihre Stimme für die Zusammensetzung des neuen Landtags ab, teilte die Landeswahlleitung mit.
Damit lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als zur gleichen Zeit bei der Wahl 2021. Damals hatten bis 14.00 Uhr 32,5 Prozent der Wahlberechtigten bereits gewählt, hieß es.
Wahlpanne: Bürger stimmen in Bus ab
In einem Rostocker Stadtteil hatten einige Wählerinnen und Wähler bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein besonderes Wahlerlebnis. Weil der Zutritt zu einem Wahllokal in Rostock-Kassebohm am Morgen nicht möglich gewesen sei, habe die Wahlbehörde veranlasst, dass zunächst ein Bus der Rostocker Straßenbahn AG als Wahllokal genutzt wurde, teilte ein Sprecher der Hansestadt mit. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" darüber berichtet.
CDU-Kandidat in Berlin beschimpft
Der CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers ist auf dem Weg in sein Wahllokal in Friedrichshain-Kreuzberg beschimpft worden. Ein Mann wartete offenbar auf ihn und überzog den Politiker mit Vorwürfen.
Der CDU-Spitzenkandidat bei der Berlin-Wahl, Stefan Evers (46), ist laut der Berliner Morgenpost auf dem Weg in sein Wahllokal in Friedrichshain-Kreuzberg beschimpft worden. Ein Mann, der offenbar auf ihn gewartet hatte, überzog Evers dabei mit Vorwürfen.
Themenbezogen ging es bei der Pöbelei offenbar um ein Jugendzentrum. Der Mann stellte den Politiker direkt vor Ort zur Rede und konfrontierte ihn mit seinen Anliegen.Evers reagierte gelassen auf die Situation. Er sagte im Anschluss: "Wer in Berlins Politik nicht sturmfest ist, darf nicht in die Politik gehen."
Hohe Wahlbeteiligung in Berlin
In Berlin verzeichnet die Wahlbeteiligung um 12 Uhr ein deutliches Plus. Mit 27,9 Prozent liegt der Wert spürbar über den Zahlen der vorangegangenen Wahl aus dem Jahr 2023.
Um 12 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Berlin bei genau 27,9 Prozent. Damit zeigt sich eine gestiegene Teilnahme der Stimmberechtigten im Vergleich zum vorherigen Urnengang.
Der gemeldete Wert liegt um 4,5 Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung bei der Wahl 2023 zum selben Zeitpunkt.
Diese Daten gab der Landeswahlleiter in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Damit liegen die ersten gesicherten Zwischenergebnisse zur Teilnahme der Berliner Bevölkerung vor.
Berliner Polizei mit erster Sicherheits-Bilanz
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CDU-Präsidium tagt ab 17 Uhr
Um 17 Uhr, kommen in Berlin im Konrad-Adenauer-Haus die Spitzen der CDU zu einer Präsidiums-Sitzung zusammen. Merz hat sie alle zusammengetrommelt. Dort muss Merz dann seine Macht verteidigen oder kommt es gar zum Parteiaufstand gegen den Kanzler?
Holt die Linkspartei Berlin?
Eine brisante Prognose der Plattform Polymarket sorgt für Aufsehen: Beim Rennen in Berlin liegt die Linkspartei mit hoher Wahrscheinlichkeit klar vor der CDU.
Linkspartei laut Prognose vorn
Die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg der Linken wird von Polymarket mit 66 Prozent angegeben. Damit sieht die Plattform diese Partei mit klarem Abstand an der Spitze der Erwartungen für den Wahlausgang.
CDU folgt mit deutlichem Abstand
Demgegenüber taxiert Polymarket die Chancen auf einen Erfolg der CDU deutlich niedriger. Die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der Christdemokraten wird von der Prognoseplattform auf rund 30 Prozent geschätzt. Die Daten spiegeln somit die aktuelle Werteverteilung der Plattform wider.
In Schwerin heißt es: Rot vs. Blau
Die SPD und Schwesig wollen den Ministerpräsident-Sessel verteidigen. Holm von der AfD will die Roten ablösen.
Entscheidung in Berlin
Verliert der Berliner Spitzenkandidat Evers, könnte auch Merz stürzen.
Schicksalswahlen für Merz
Je nachdem wie die CDU abschneidet, könnte die Debatte über die politische Zukunft von Parteichef und Kanzler Merz erneut Fahrt aufnehmen. Seit Tagen wird darüber debattiert, ob er sich halten kann. Merz hat das CDU-Präsidium für Sonntagabend in die Parteizentrale in Berlin, das Konrad-Adenauer-Haus, eingeladen.
In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird gewählt
In Berlin regiert derzeit ein Bündnis aus CDU und SPD. Für eine Neuauflage reicht es letzten Umfragen zufolge nicht. Dort zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linken und der CDU um Platz eins ab. Dahinter waren in Umfragen auch die Rechtsaußen-Partei AfD (Alternative für Deutschland), die Grünen und die SPD (Sozialdemokraten) zweistellig. Das populistische BSW kämpft um den Einzug ins Abgeordnetenhaus.
Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell von einer Koalition aus der SPD und der Linken regiert. Laut Umfragen ist unsicher, ob es für eine Neuauflage reichen wird. Jüngste Umfragen sahen SPD und AfD in einem engen Rennen an der Spitze, die Linke mit Werten um zehn Prozent weit dahinter. Grüne und BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) müssen um den Einzug in den Landtag bangen, auch die CDU rutschte in Umfragen in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde.
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