Streit um Rettung

Drama um Wal "Timmy" sorgt für Millionenklage

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Nach der umstrittenen Rettungsaktion für Buckelwal Timmy droht nun ein gerichtliches Nachspiel: Ein Helfer fordert von einer Geldgeberin 1,3 Millionen Euro für die vergebliche Mission.
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Das Drama um Buckelwal Timmy findet auch nach seinem Tod kein Ende. Wie die Ostsee-Zeitung unter Berufung auf eine Klageschrift sowie einen Sprecher des Landgerichts Schwerin berichtet, verklagt Tauchunternehmer Fred Babbel die Millionärin Karin Walter-Mommert auf 1,3 Millionen Euro. Grund dafür ist eine offene Schlussrechnung. Mehrere Anwaltsschreiben blieben zuvor ohne Eignung.

Babbel war bei der Rettungsaktion im April als technischer Dienstleister im Einsatz und brachte ein Spezialistenteam auf die Insel Poel. Er organisierte unter anderem die Schlepper sowie die Barge zur Beförderung des Wals. Auch von ihm beauftragte Firmen warten nach seinen Angaben weiterhin auf ihr Geld. Babbel fordert die Summe allein von Walter-Mommert, da sie sein Angebot bestätigt habe.

Weigerung wegen fehlender Nachweise

Walter-Mommert verwies auf Anfrage auf eine Stellungnahme ihrer Anwälte und lehnt Zahlungen derzeit ab. Sie wirft Babbel vor, Vorgaben des Bergungs- und Rettungskonzepts missachtet zu haben, und verlangt weitere Dokumente zur Freilassung des Tiers. Einen Vergleichsvorschlag wies sie zurück.

Gemeinsam mit Media-Markt-Mitgründer Walter Gunz hatte Walter-Mommert eine millionenschwere Privatinitiative gestartet, um den Wal zurück in die Freiheit zu bringen. Während des Einsatzes kam es jedoch wiederholt zu Konflikten, woraufhin Helfer aufgaben.

Streit auch unter Geldgebern

Inzwischen streiten auch die Geldgeber untereinander über das Geld. Gunz ließ über seinen Anwalt erklären, er habe von der Kostenzusage gegenüber dem Ministerium nichts gewusst und dieser nie zugestimmt.

Buckelwal Timmy hatte wochenlang vor der Ostseeküste gekämpft. Ende April transportierte ihn eine private Initiative per Lastkahn Richtung Nordsee, wo er am 2. Mai vor Skagen freigelassen wurde. Experten schätzten seine Chancen von Beginn an als gering ein. Nicht einmal zwei Wochen später wurde das Tier tot vor Anholt angespült.

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