Slzbg. Wie berichtet, wurde in der Nacht auf Montag zwischen 2 und 4 Uhr ein Hubschrauber von Thomas Morgenstern dreist aus einem Hangar am Flugplatz Mauterndorf gestohlen.
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Der Ex-Skisprungstar hat sich nun erstmals selbst zum Coup zu Wort gemeldet. "Ich wache jeden Tag in der Früh mit der Hoffnung auf, dass das ein Scherz war", so Morgenstern gegenüber Ö3. Er selbst hat erst vor Ort am Flugplatz realisiert, dass der Helikopter wirklich gestohlen wurde. "Ich habe die ganze Zeit nach einer versteckten Kamera gesucht", so der ehemalige Skispringer.
Wenig Hoffnung
"Für mich ist es auch unverständlich, dass man mitten in der Nacht einen Hubschrauber stehlen und über einige Ländergrenzen fliegen kann", so Morgenstern weiter.
Er selbst hat wenig Hoffnung, dass man den Helikopter wiederfindet. "Ganz ehrlich, ich glaub eher weniger, dass man einen großen Erfolg haben wird und der Hubschrauber wieder zurück in den Hangar kommt."
Heli praktisch unverkäuflich
Wer die Täter sind und zu welchem Zweck sie den Hubschrauber mit einem Neuwert bis zu 800.000 Euro gestohlen haben, bietet viel Raum für Spekulationen. Ohne die entsprechenden Papiere lasse sich die Maschine kaum legal betreiben oder weiterverkaufen, erklärte etwa der Geschäftsführer von Heli Austria, Roy Knaus. Er hält auch den Verkauf oder Handel mit Einzelteilen in Europa für ausgeschlossen.
Thomas Morgenstern, der mit dem Hubschrauber Rundflüge angeboten hat, ist der gleichen Meinung. "Die ganzen Teile haben Seriennummern, die haben eine gewisse Ablaufzeit - kalendarisch oder auch nach Stunden", sagte er am Mittwoch gegenüber Ö3. In Europa sei es aus seiner Sicht daher kaum möglich, solche Teile legal in einen anderen Hubschrauber einzubauen. "Wenn dann, glaube ich, geht das irgendwo in andere Teile der Welt."
Spur nach Albanien oder Nordmazedonien
Nichtsdestotrotz handelt es sich offenbar um eine hochversierte Bande – die neben einem Piloten auch einen Komplizen mit Kenntnissen in Flugzeug- und Heli-Mechanik dabeigehabt haben muss. Die Täter schalteten zunächst die Sicherheitskameras aus und deckten alle lokalen Webcams ab.
Dann stahlen die nächtlichen Einbrecher 365 Liter Kerosin, obwohl der Standardtank des R44 nur etwa 170 Liter fasst. Das kann nur eines bedeuten: Das Ziel war mitnichten Kroatien, wo die Täter bei einem Zwischenstopp nachgetankt haben, um danach nach Albanien oder Nordmazedonien weiterzufliegen. Mit 365 Liter Kerosin kommt man mit dem R44 bis zu 1.300 Kilometer weit.
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