Zwei Preise

Kroatien macht Restaurant-Rückzieher

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Für Restaurants und Geschäfte in Kroatien kommt die umstrittene neue Preisregel vorerst nicht.
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Die Regierung in Zagreb hat die für den 1. Oktober geplante Einführung kurzfristig verschoben. Damit müssen Gastronomen und Händler zunächst keine sogenannten Ankerpreise ausweisen.

Ursprünglich war vorgesehen, neben dem aktuellen Preis auch einen früheren Vergleichspreis anzugeben. Zusätzlich sollten Preislisten verpflichtend online veröffentlicht werden. Die Regelung sollte Verbrauchern zeigen, wie sich Preise im Laufe der Zeit verändert haben, stieß bei Unternehmen jedoch auf erheblichen Widerstand.

Viel Kritik

Wirtschaftsminister Ante Šušnjar begründete die Kehrtwende mit den zahlreichen Einwänden aus Handel und Gastronomie. Die geplanten Vorgaben hätten aus seiner Sicht zusätzlichen Verwaltungsaufwand, technische Umstellungen und Kosten verursacht. Deshalb solle die Regelung zunächst überarbeitet werden.

Für Urlauber ändert sich damit vorerst wenig: In kroatischen Restaurants und Geschäften müssen ab Oktober keine historischen Vergleichspreise auf den Speisekarten oder Preisaushängen erscheinen. Die geplante Regelung ist allerdings nicht endgültig vom Tisch.

Für November 2026 kündigte die Regierung neue Vorgaben an. Diese sollen weiterhin für mehr Preistransparenz sorgen, gleichzeitig aber einfacher umzusetzen sein. Welche konkreten Ausnahmen und Pflichten dann gelten, soll noch festgelegt werden. Bei den ursprünglich geplanten Regeln waren bei Verstößen Strafen von bis zu 30.000 Euro vorgesehen.

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