Mordanklage

Leichen von Mutter und Tochter in Kühltruhe

Stadtansicht mit markiertem Wohnhaus und geöffneter Gefriertruhe nebeneinander abgebildet.
© Privat & Getty Images (Fotomont
Nach dem furchtbaren Fund zweier Leichen in einer Tiefkühltruhe hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck nun gegen zwei Brüder Mordanklage erhoben.
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Tirol. Im Fall von zwei im November 2025 in einer Tiefkühltruhe in einer Innsbrucker Wohnung gefundenen Leichen einer 34-jährigen Mutter aus Syrien und deren zehnjähriger Tochter hat die Staatsanwaltschaft gegen zwei Brüder im Alter von 56 und 54 Jahren Mordanklage erhoben. Dem 56-jährigen Freund der Syrerin wird vorgeworfen, diese und anschließend die Tochter am 21. Juli 2024 gewaltsam erstickt zu haben. Sein Bruder soll ihn unterstützt haben. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Bereits Tage vor der Tat sollen vom jüngeren Bruder ein Lagerraum angemietet und Tiefkühltruhen gekauft worden sein. Die Leichen von Mutter und Tochter wurden laut Anklage zunächst in diesen Truhen im Lagerraum, später in der Wohnung des 54-Jährigen hinter einem errichteten Wandvorbau versteckt.

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Leichen von Mutter und Tochter in Kühltruhe


© oe24


Tat laut Anklage verschleiert

Im Zuge der Ermittlungen sollen die Brüder die Tat auf diverse Weise verschleiert haben. Am 20. Juni 2025 wurden sie schließlich von den Ermittlern festgenommen. Erst am 12. November berichtete der 56-Jährige von den Tiefkühltruhen und den darin versteckten Leichen. Er behauptete, es habe sich um einen Unfall gehandelt.

Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund der Ermittlungsergebnisse davon aus, dass der 56-Jährige seine Freundin vorsätzlich tötete, weil er sich von ihr zurückgewiesen sowie finanziell ausgenützt fühlte und sie, nachdem er sie vielfach unterstützt hatte, als undankbar empfand. Danach soll er auch ihre Tochter umgebracht haben.

Die Anklage kann binnen zwei Wochen ab Zustellung beeinsprucht werden. Ein Verhandlungstermin stand somit vorerst noch nicht fest. Im Falle eines Schuldspruches droht den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von zehn bis 20 Jahren oder lebenslange Haft.

Blick von oben in eine leere, geöffnete Tiefkühltruhe mit Metallrahmen.
In dieser Tiefkühltruhe wurden die beiden Opfer verscharrt. © oe24

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