Irland-Wirbel
ÖFB-Gegner unter Druck: Jetzt kommt brisantes Detail raus
Vor dem heutigen Nations-League-Spiel gegen Österreich im Aviva Stadium in Dublin (20.45 Uhr, ORF 1) kommt Irlands Fußballverband weiter nicht aus den Schlagzeilen. Beim ÖFB-Gegner dreht sich die Debatte weiterhin um Keeper Gavin Bazunu und die umstrittenen Spiele gegen Israel.
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Am Mittwoch musste sich die Führung des irischen Verbandes FAI vor einem Parlamentsausschuss erklären. Dabei kam ein brisantes Detail ans Licht: Vor der Kadernominierung hatte offenbar kein Mitglied des FAI-Teams mit den drei nominierten Torhütern darüber gesprochen, wie sie zu einem Einsatz gegen Israel stehen.
Bazunu zog selbst die Reißleine
Bazunu erklärte erst am vergangenen Samstag gegenüber Teamchef Heimir Hallgrímsson, dass er für das Spiel gegen Israel nicht zur Verfügung stehen wolle. Der Torhüter begründete seine Entscheidung mit Gewissensgründen angesichts des Gaza-Krieges. Irlands Mannschaft stimmte anschließend darüber ab, ob die Partie ausgetragen werden sollte. Die Mehrheit entschied sich dafür.
Vor dem Ausschuss bestätigte FAI-Fußballdirektor John Martin nun, dass die Torhüter im Vorfeld nicht einzeln konsultiert worden waren. Hallgrímsson hatte mit den Feldspielern gesprochen, nicht aber mit den Goalies.
Die FAI geriet deshalb bei der Anhörung unter Druck. Abgeordnete kritisierten den Umgang des Verbandes mit den Spielern und insbesondere mit Bazunu.
Irland-Coach spricht von "vielen Lügen"
Noch vor der Anhörung hatte Hallgrímsson seinerseits scharf auf die Berichterstattung reagiert. Rund um Bazunus Entscheidung seien "viele Lügen" verbreitet worden, erklärte der Teamchef. Welche konkreten Berichte er damit meinte, führte er nicht im Detail aus.
Gegen Österreich ist Bazunu wieder Teil des irischen Kaders. Für das darauffolgende Spiel gegen Israel am Sonntag wird er erneut nicht zur Verfügung stehen.
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