Nach Irland-Krimi

Rangnick schlägt Alarm: »Gegen Kosovo zumindest nicht verlieren!«

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick ist nur bedingt zufrieden.
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Erst ein bitterer 0:2-Rückstand, dann eine furiose Aufholjagd: Das ÖFB-Team bewies beim 2:2 in Irland Moral, ließ aber auch einige Wünsche offen. Nach dem Schlusspfiff sprachen Ralf Rangnick und seine Spieler Klartext – von deutlicher Kritik bis hin zu großem Lob für die kämpferische Reaktion.
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Punkt gerettet, Jubel gebremst! Das ÖFB-Team kämpfte sich in Irland nach einem 0:2-Rückstand noch zum 2:2. Doch trotz der späten Aufholjagd herrschte nach dem Schlusspfiff längst nicht nur Zufriedenheit. Teamchef Ralf Rangnick und Co. fanden klare Worte zur Partie.

Ralf Rangnick (ÖFB-Teamchef): "Es waren zwei grundverschiedene Hälften. In der ersten hatten wir in allen Bereichen das Nachsehen, zu wenig Energie auf dem Platz und haben zu wenige zweite Bälle gewonnen. Beim ersten Gegentor haben wir uns alles andere als gut angestellt. Die Reaktion in der zweiten Hälfte, vor allem in der letzten halben Stunde war richtig gut, am Schluss waren wir dem Sieg näher.

»Mit Ergebnis zufrieden, mit erster Hälfte nicht«

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der ersten Hälfte nicht. Prass war ein belebendes Element, auch wenn nicht alle seine Flanken gekommen sind. Mit zunehmender Spielzeit haben wir Zugriff bekommen. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Iren in den letzten zehn Minuten aus dem letzten Loch gepfiffen haben. Spätestens nach unserem ersten Tor hatte ich das Gefühl, dass sich das Pendel immer mehr in unsere Richtung bewegt.

Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, ist das Ergebnis in Ordnung. Jetzt müssen wir schauen, dass wir in Prishtina zumindest nicht verlieren und nicht mehr so eine Hälfte spielen wie hier in der ersten Hälfte."

Ralf Rangnick.
Ralf Rangnick. © GEPA

Xaver Schlager (ÖFB-Teamkapitän): "Es fühlt sich nicht wie ein Sieg an, wir hatten am Schluss noch die besseren Chancen. Aber von der Moral her war es ein wichtiger Punkt. Ich kann mich nicht an viele Nationalteamspiele erinnern, in denen wir ein 0:2 aufgeholt haben. Unsere erste Hälfte war nicht gut, aber man hat gesehen, es ist ein ganz anderes Spiel auf der Insel. Dass wir so zurückkommen gegen einen brutal tiefstehenden Gegner, der nur verteidigen und Bälle wegschießen will, ist schon brutal stark."

Kapitän Xaver Schlager.
Kapitän Xaver Schlager. © GEPA

Patrick Wimmer (ÖFB-Teamspieler): "Wir haben in der ersten Hälfte gegen das körperbetonte Spiel der Iren nicht dagegenhalten können, aber dann haben wir die richtige Reaktion gezeigt. Das Unentschieden ist absolut verdient, vielleicht wäre noch mehr drin gewesen.

Alexander Prass (ÖFB-Torschütze): "Das Tor war ein sehr schönes Gefühl, das sind Sachen, von denen man träumt. Wir sind nicht ganz happy mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, aber wir haben in der zweiten Hälfte gute Moral bewiesen. Die Iren waren am Anfang immer einen Schritt schneller und härter in den Duellen. In der Halbzeit haben wir uns zusammengerauft, viel vorgenommen und das Resultat zeigt, dass die Mannschaft immer an sich glaubt. In diesem Stadion ist es nicht einfach, dass du was holst, wenn du 0:2 hinten bist."

Erstes Länderspieltor für Alexander Prass.
Erstes Länderspieltor für Alexander Prass. © GEPA

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