Von 5 auf 8 Prozent

Hotels gegen höhere Ortstaxe - Stadt Wien bleibt hart

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Die Hotellerie in der Bundeshauptstadt stemmt sich gegen eine neuerliche Erhöhung der Ortstaxe im Juli 2027 und warnt vor neuen Belastungen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
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Nachdem die Ortstaxe in Wien erst vor wenigen Monaten angehoben wurde, steht schon der nächste Sprung ins Haus: Im kommenden Juli soll sie von 5 auf 8 Prozent ansteigen. "Dazu ist heuer auch noch ein Pauschalabzug auf die Berechnungsbasis weggefallen, unterm Strich war damit die Erhöhung (von 3,2 auf 5 Prozent, Anmerkung der Redaktion) sogar noch mehr", erklärt Felix Neutatz, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Wien. Für ihn und viele Wiener Hoteliers kommt die Erhöhung zum falschen Zeitpunkt, sie fordern eine Aussetzung im Jahr 2027.

Der Obmann betont, dass Rekordnächtigungen nicht über die sinkenden Erlöse hinwegtäuschen dürfen. "Entscheidend ist nicht, wie viele Menschen übernachten, sondern was am Ende des Tages in der Kasse bleibt. Derzeit sinken die Einnahmen, die Kosten steigen. Das engt den wirtschaftlichen Spielraum ein", ergänzt Alexander Ipp, Vizepräsident der Österreichischen Hotelvereinigung und ÖHV-Landesvorsitzender Wien.

Schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit

Auch greife das Argument, dass am Ende der Gast die Ortstaxe zahlt, zu kurz. Denn: "Die entscheidende Frage ist nicht, wer die Ortstaxe auf der Rechnung sieht. Die entscheidende Frage ist, was geschieht, wenn Preise erhöht werden, und was, wenn sie nicht erhöht werden können. Entweder wird Wien teurer oder das Hotel verliert Marge. Beides ist schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit", so Ipp.

Am Ende gehe es darum, Wiens internationale Wettbewerbsfähigkeit als Tourismusmetropole langfristig abzusichern. "Wir leben vom Erfolg der Stadt, wir investieren in unsere Häuser und beschäftigen tausende Menschen und wollen das auch in Zukunft tun. Dafür brauchen Betriebe eine wirtschaftliche Perspektive. Geraten die Erträge unter Druck, kann die Antwort nicht immer noch eine neue Belastung sein", so Neutatz. Daher sollten statt neuer Abgaben die Einnahmen aus der Ortstaxe stärker in den Tourismus fließen, wie für Maßnahmen zur Klima-Anpassung von Hotels und Gastronomiebetrieben.

Stadt weist Forderung zurück

Via Presseaussendung erteilte die Stadt der Wiener Hotellerie noch am selben Tag, an dem die Forderung ausgesprochen wurde, eine jähe Absage. Darin wird festgehalten, dass die schrittweise Anpassung der Wiener Ortstaxe das Ergebnis des Ortstaxengipfels im September 2025 sei. An den Verhandlungen wären die Stadt Wien, die Wirtschaftskammer Wien, die Österreichische Hotelvereinigung, WienTourismus sowie Fach- und Rechtsexperten beteiligt gewesen. Vereinbart sei eine Erhöhung von 3,2 auf fünf Prozent ab Juli 2026 und auf acht Prozent ab Juli 2027 worden. Die ursprünglich vorgesehene Anpassung wurde daraufhin als zweistufiges Modell umgesetzt.

"Die zweite Stufe der Ortstaxen-Anpassung ist kein neuer Vorschlag. Sie wurde gemeinsam mit der Branche vereinbart. Wer jetzt die zweite Stufe aussetzen will, stellt einen gemeinsam mit der Branche vereinbarten Kompromiss infrage. Verlässlichkeit ist eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts Wien", so Vizebürgermeisterin und Tourismusstadträtin Barbara Novak (SPÖ). "Entscheidend ist nicht ein einzelner Monat, sondern der langfristige Trend. Und der zeigt für Wien klar nach oben: vier Prozent mehr Nächtigungen und steigende Umsätze."

In der Aussendung wird betont, dass die Ortstaxe gesetzlich nicht ausschließlich für touristische Zwecke zweckgewidmet ist: Die Einnahmen tragen zur Finanzierung von Leistungen wie öffentlichem Verkehr, Infrastruktur, Grünräumen, Stadtbild und Tourismus bei - diese Leistungen werden von Gästen ebenso genutzt wie von der Wiener Bevölkerung. "Mehr als 80 Prozent der Nächtigungsgäste in Wien kommen aus dem Ausland. Damit leisten Gäste einen fairen Beitrag zu jener Qualität, von der Gäste, Betriebe und Wienerinnen und Wiener gleichermaßen profitieren", erklärt Novak abschließend.

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