Im Interview mit dem französischen Sender "Europe 1" erklärte Polizeigewerkschafter Hubert Gimenez, dass unter den festgenommenen Randalierern vor allem Mitglieder der extremen Linken sowie junge Männer aus Problemvierteln seien. Schüler und klassische Demonstranten spielten bei den Ausschreitungen seiner Einschätzung nach nur eine geringe Rolle.
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Besonders der sogenannte "Schwarze Block" stehe im Fokus. Dabei handelt es sich um linksextreme Aktivisten, die bei Protesten häufig vermummt auftreten und gezielt Konfrontationen mit der Polizei suchen. Laut Gimenez seien darunter Personen, die bereits Erfahrung mit gewaltsamen Auseinandersetzungen hätten. Auch bei den Gelbwesten-Protesten im Jahr 2019 seien solche Gruppen aktiv gewesen.
Zahlen des französischen Innenministeriums zeigen laut dem Bericht ebenfalls, dass fast 90 Prozent der Festgenommenen volljährig sind. Viele seien zwischen 18 und etwa 30 Jahre alt. Als weitere Gruppe nennt Gimenez junge Männer aus den sogenannten Banlieues, den Vororten französischer Großstädte.
Polizeigewerkschaft fordert harte Strafen
Auch Jean-Christophe Couvy, Generalsekretär der Polizeigewerkschaft Unité, verlangt eine konsequente Reaktion der Justiz. Gegenüber "Europe 1" sagte er, man erwarte eine sehr strenge strafrechtliche Antwort.
Gleichzeitig äußerte er Zweifel, ob die Verantwortlichen tatsächlich ausreichend zur Rechenschaft gezogen würden. Wenn viele Täter mit milden Konsequenzen davonkämen, könnte das seiner Ansicht nach weitere Gewaltausbrüche begünstigen.
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Österreich warnt Reisende vor Protesten
Die Ausschreitungen sorgen auch in Österreich für Aufmerksamkeit. Das Außenministerium rät Reisenden in Frankreich zu besonderer Vorsicht. Vor allem in Paris und anderen Großstädten müsse mit Demonstrationen, Blockaden und Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Reisende sollten Menschenansammlungen und Proteste meiden und die Anweisungen der Behörden beachten.
Auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz meldete sich zu Wort. Er warnte auf Instagram vor ähnlichen Gewaltszenen in europäischen Städten, darunter Wien. Seine Einschätzung ist eine politische Warnung – ob es tatsächlich zu vergleichbaren Ausschreitungen in Österreich kommt, ist offen.
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