Griechenland steht unter EU-Kuratel

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Die EU hat auf den Absturz des Euro reagiert: Das griechische Budget wird ab sofort von Brüssel kontrolliert, es gibt harte Sparauflagen.

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Die EU stand unter Zugzwang. Der Kurs des Euro kam in den vergangenen Wochen gehörig unter Druck. Der Hauptgrund: die irre Budgetsituation in Griechenland. Knapp 13 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt beträgt die Neuverschuldung. Laut Maastrichtvertrag der Eurostaaten wären maximal drei Prozent erlaubt. Der griechische Haushalt wird nun für die kommenden zwei Jahre unter EU-Aufsicht gestellt. Brüssel will dafür sorgen, dass die Griechen ihr Defizit in den Griff bekommen.

Horrende Defizite auch in anderen Euro-Ländern

Denn Griechenland bedroht die Stabilität des Euro. Selbst über ein Zerbrechen der Eurozone wurde in Finanzkreisen bereits spekuliert. Jetzt will die EU alles daransetzen, um so rasch wie möglich aus den Turbulenzen zu kommen.

Leicht wird das aber nicht. Auch in den EU-Staaten Spanien, Portugal und Italien haben die Defizite alarmierende Ausmaße. Und: Drei Prozent erreicht fast kein Land. Der Euro blieb daher auch am Mittwoch trotz der EU-Entscheidung unter Druck.

Alle zwei bis drei Monate müssen jetzt die Hellenen laut EU-Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia in Brüssel ihren Sparwillen dokumentieren. Die Maßnahmen werden die Bevölkerung hart treffen. Aber: Bei Misserfolg drohen empfindliche Geldstrafen.

Wegen Vertragsverletzungen – nach Brüssel gemeldete Budgetstatistiken waren schamlos manipuliert worden – laufen bereits EU-Verfahren gegen Griechenland.

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