Endlich wieder Musical: Heute startet im Wiener Ronacher „Natürlich blond“.
Natürlich blond, die erste große Produktion des neuen Musical-Intendanten Christian Struppeck, hat heute Premiere im Ronacher. Das Stück basiert auf der 2001 gedrehten Hollywood-Komödie Legally Blonde, in der Reese Witherspoon, begleitet vom süßen Chihuahua Brutus, die Hauptrolle der kalifornischen, stets pink gekleideten Superblondine Elle Woods spielt, die von ihrem schnöseligen Freund Warner Huntigton III. verlassen wird. Weil Warner in Harvard Jus studiert, bewirbt sich auch Elle, die bisher als Model gearbeitet hat, an der Elite-Universität, wird aufgenommen und löst nebenbei einen Mordfall.
Broadway.
Das erfolgreiche Musical Legally Blond, zu dem das Tonsetzer-Ehepaar Laurence O‘Keefe und Nell Benjamin die schwächelnde Musik gefertigt hatten, wurde 2007 am Broadway uraufgeführt, übersiedelte drei Jahre später ins Londoner West End und erlebt heute in Wien in der amerikanischen Originalinszenierung des Choreografen Jerry Mitchell seine deutschsprachige Erstaufführung. Als schrille Blondine ist die Münchnerin Barbara Obermeier zu erleben.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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