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Historische Mond-Mission wäre ohne Technologie aus Österreich nicht möglich
Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. Vier Astronauten hoben dafür um 18:35 Uhr Ortszeit (00:35 Uhr MESZ) an Bord der "Orion"-Kapsel mit dem Raketensystem "Space Launch System" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Wenige Stunden nach dem Start trennte sich die Kapsel von der Kernraketenstufe.
Mit der auf etwa zehn Tage angelegten "Artemis 2"-Mission sollen die US-Astronauten Christina Koch (47), Victor Glover (49) und Reid Wiseman (50) sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen (50) um den Mond herum fliegen. Sie könnten sich dabei weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond gewesen.
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Technologie aus Österreich
Bei der NASA-Mondmission Artemis 2 ist auch Technologie aus Österreich mit an Bord. Die Firma Magna aus Graz hat Hochdruckleitungen für die Flüssigtanks des "Space Launch System" geliefert, mit dem die "Orion"-Kapsel gestartet wurde. Angedockt an diese Kapsel ist das "European Service Modul" (ESM), wobei Technologie des Wiener Hightech-Unternehmens TTTech die sicherheitskritische Datenkommunikation aller Lebenserhaltungs- und Steuerungssysteme sicherstellt.
Wettrennen um Ressourcen
Nach über 50 Jahren Pause rückt der Mond wieder in den Fokus der internationalen Supermächte. Doch warum genau jetzt? US-Präsident Donald Trump will mit seinem NASA-Programm unbedingt China ausbremsen. Die Chinesen haben für 2030 bemannte Mond-Missionen angekündigt. Die USA wollen schon zwei Jahre früher auf dem Erdtrabanten landen.
Der Mond ist reich an Helium-3, das für Kernfusion abgebaut werden kann, sowie an seltenen Mineralien und Metallen, die für Elektronik und Batterien unverzichtbar sind: Lithium, Platin, Iridium und Palladium. Außerdem erhält der Mondstaub Titan, Eisen und Silizium. Diese Rohstoffe will Trump den Chinesen nicht überlassen.
"Nickerchen" für Astronauten
Aktuell machen die Astronauten ein "Nickerchen" - um 13 Uhr unserer Zeit werden sie von der NASA wieder aufgeweckt. Dann folgen erste Manöver, um die Rakete auf den Austritt aus der Erdumlaufbahn vorzubereiten.
Es zieht
Noch ein Problem ist aufgetaucht: In der Raumkaspel zieht es offenbar. Der Luftstrom soll aber demnächst wieder regulierbar werden, wenn nicht, wird die Heizung höher gedreht.
Klo-Lüftung ausgefallen
Sechs Stunden nach dem Start gab es in der Orion-Kapsel ein erstes Problem: Eine Fehlermeldung auf der Toilette. Laut NASA wurde ein Steuerungsproblem des Toilettenlüfters gemeinsam mit den Astronauten gelöst.
Wir drücken die Daumen und hoffen, dass alles gut geht. Die neuesten Entwicklungen rund um die Artemis II Mission gibt's täglich aktuell bei oe24!
Wasserlandung
Am 10. und letzten Tag muss die Crew spezielle Anzüge für ein Eintritt in die Erdatmosphäre anlegen. Zwei riesige Fallschirme werden die Raumkapsel von 40.000 km/h auf 27 km/h abbremsen. Vor der Küste von San Diego erfolgt dann eine Wasserlandung.
"Kurzes Vergnügen"
Dann beginnt schon die Vorbereitung und Feinjustierung für die Rückkehr zur Erde an Tag 7.
Tag 6: Endlich am Ziel
An Tag 6 findet der Vorbeiflug am Mond statt. Die Crew wird dabei etwa 400.000 km von der Erde entfernt sein.
Danach ist Feinarbeit angesagt
An den Tagen 3 bis 5 wird die Crew den Anflug auf den Mond präzise nachjustieren - und das bei 40.000 km/h im Weltall.
So geht's jetzt weiter:
Die Mission dauert komplett 10 Tage. Am zweiten Tag werden die Orion-Triebwerke gezündet, um die Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen. Diese braucht man, um der Anziehungskraft der Erde zu entkommen - das sind ca. 40.000 km/h
Das war die Flugkurve vom Boden aus gesehen
Geniale Aufnahme
Der Start von einem Passagierflugzeug aus gefilmt:
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Der Start im Video:
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Mehr Bilder vom Start
Landung 2028
2028 soll es möglicherweise sogar gleich zwei Mondlandungsversuche geben - "Artemis 4" und "Artemis 5". Außerdem werde eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond anvisiert. Viele private Raumfahrtunternehmen und internationale Partner sind bei dem Programm involviert, darunter auch die europäische Raumfahrtbehörde ESA.
Das ist "Artemis"
Das milliardenschwere "Artemis"-Programm - benannt nach der Göttin des Mondes und Zwillingsschwester des Gottes Apollo aus der griechischen Mythologie - wurde von der NASA 2017 verkündet. Ursprünglich sah es eine bemannte Mondlandung ("Artemis 3") bis 2024 vor. Seitdem kam es aber mehrfach zu Verschiebungen. Der neue NASA-Chef Jared Isaacman hat die "Artemis"-Pläne kürzlich noch einmal komplett umgeschmissen. Die Mission "Artemis 3", mit der ursprünglich frühestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, soll nun bereits im kommenden Jahr starten, aber nicht auf dem Mond landen.
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So weit entfernt, wie noch nie zuvor
Der Flugverlauf gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die vier Astronauten sollen insgesamt mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Am weitesten Punkt sollen sie sich etwa 370.000 Kilometer von der Erde entfernt, etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes befinden. Von dort aus können sie dann Erde und Mond gleichzeitig sehen - und könnten sich weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor.
"Historischer Tag"
Es sei ein "historischer Tag", sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst vor dem Start der Deutschen Presse-Agentur, sein Astronautenkollege Matthias Maurer sprach von einem "ganz neuen Kapitel für die Raumfahrt". "Wir gewinnen im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen - wirtschaftlich, militärisch und jetzt auch über die Sterne hinaus", hatte US-Präsident Donald Trump schon vor dem Start auf seiner Online-Plattform Truth Social kommentiert.
Endlich geklappt
Der Start der krisengeplagten Mission "Artemis 2" war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden. Ein kleines Problem gab es auch beim Flug jetzt: Kurz nach dem Start brach die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum auf der Erde vorübergehend ab. Die Mitarbeiter im Kontrollzentrum konnten die Astronauten nicht hören, berichtete NASA-Chef Jared Isaacman in einer Pressekonferenz. Das Problem habe aber nach kurzer Zeit gelöst werden können und die Kommunikation sei wieder hergestellt. "Wir klären das Problem aktiv auf."
Willkommen zum oe24-LIVE-Ticker!
Guten Morgen liebe oe24-Leser! Die "Artemis 2"-Mission ist erfolgreich gestartet: Es ist vollbracht! Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond.
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