Skandal in Brasilien
18.000 Euro für Schnell-Lizenz! Ex-Maradona-Co verkauft gefälschte Trainer-Diplome
Der brasilianische Fußball wird von einem spektakulären Betrugsskandal erschüttert. Eine zweijährige Recherche des brasilianischen Mediums UOL enthüllte, dass der ehemalige argentinische Nationalspieler Alejandro Mancuso schwere Betrugsvorwürfe auf sich zieht. Dem Ex-Co-Trainer von Diego Maradona wird vorgeworfen, über Jahre hinweg gefälschte Trainer-Lizenzen der Stufen PRO, A, B und C an aktive und ehemalige Profis verkauft zu haben. Die eigentliche Ausbildung dauert rund drei Jahre, wurde jedoch gegen Bezahlung im Eiltempo abgewickelt.
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Betrugs-System um gefälschte Trainer-Lizenzen aufgedeckt
Mancuso knüpfte gezielt Kontakte zu aktiven Fußballern und gab vor, die Argentinische Fußball-Trainervereinigung (ATFA) zu vertreten. Für eine Summe von rund 18.000 Euro versprach er den Spielern, den kompletten Ausbildungsprozess auf maximal zehn Tage zu verkürzen, ohne dass diese an Kursen oder Prüfungen teilnehmen mussten. Die ATFA stellte unterdessen klar, dass Mancuso niemals bevollmächtigt war und sämtliche ausgestellten Zertifikate gefälscht sind. Das System flog endgültig nach einer Razzia der Polizei im Jahr 2025 auf.
Prominente Wappen und Namen im Visier der Ermittler
In den Ermittlungen und Berichten tauchen die Namen zahlreicher Weltstars auf, darunter Alex de Souza, Felipe Melo, Roberto Carlos, Thiago Silva, Diego Lugano und Paolo Guerrero. Einige betroffene Profis reagierten bereits: Thiago Silva gab an, für nicht stattgefundene Kurse gezahlt zu haben, die Dokumente wegen Zweifel an der Echtheit aber nie genutzt zu haben.
Ex-Galatasaray-Profi Felipe Melo schöpfte ebenfalls Verdacht und verlangte sein Geld erfolgreich zurück.
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