Entdeckt wurde der Stein auf dem archäologischen Gelände Castro do Pico da Bandeira bei A Guarda, nahe der portugiesischen Grenze. Er stammt aus den Überresten eines großen Rundbaus, der vermutlich zu einer vorrömischen Siedlung gehörte.
Rätselhaftes Zeichen auf der Rückseite
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Auf einer Seite des Steins ist ein sogenanntes Triskel zu erkennen. Das Symbol besteht aus drei spiralförmigen Armen und wird häufig mit keltischen Kulturen in Verbindung gebracht. Es steht in unterschiedlichen Deutungen unter anderem für Bewegung, Kreisläufe oder Erneuerung.
Doch die zweite Gravur macht den Fund besonders spannend: Auf der Rückseite befindet sich ein deutlich gröber ausgeführtes Zeichen, dessen Bedeutung noch nicht geklärt werden konnte. Ob es ebenfalls aus der Zeit der ursprünglichen Anfertigung stammt oder erst später hinzugefügt wurde, ist derzeit offen.
Wurde der Stein später wiederverwendet?
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Genau dieser Frage gehen die Archäologen nun nach. Da sich die Gravuren auf gegenüberliegenden Seiten befinden und unterschiedlich ausgeführt sind, prüfen die Forscher, ob sie gleichzeitig entstanden sein könnten.
Denkbar ist auch, dass der Stein später erneut verwendet und dabei mit einem weiteren Symbol versehen wurde. Welche Funktion er ursprünglich erfüllte, ist ebenfalls noch unklar.
Spuren einer vergangenen Kultur
Das Gelände Castro do Pico da Bandeira gehörte vermutlich zu einer vorrömischen Siedlung, in der unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und kulturelle Einflüsse aufeinandertrafen. Der Fund könnte daher Hinweise auf die Symbolwelt und die Lebensweise der damaligen Bewohner liefern.
Auch vergleichbare Funde aus dem benachbarten Portugal könnten für die Einordnung hilfreich sein. Noch sind jedoch weitere Untersuchungen nötig, bevor sich die Bedeutung der beiden Gravuren genauer bestimmen lässt.
Bis dahin bleibt der Granitstein ein archäologisches Rätsel: Zwei Zeichen, zwei mögliche Geschichten – und die offene Frage, was die Menschen vor rund 2000 Jahren damit ausdrücken wollten.
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