Unter der Nordsee

390 Meter unter dem Meer: Norwegen baut neuen Rekord-Tunnel

Arbeiter in Sicherheitskleidung steht in beleuchtetem Tunnel mit Bagger und feuchtem Boden.
© Rogfast/Statens vegvesen
Norwegen arbeitet an einem Bauprojekt, das neue Maßstäbe im Tunnelbau setzen soll: Der Rogfast-Tunnel wird nach seiner Fertigstellung der längste Unterwasser-Straßentunnel der Welt sein.
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Die rund 26,7 Kilometer lange Strecke soll die Verbindung entlang der norwegischen Westküste deutlich verbessern und mehrere Fährverbindungen ersetzen.

Der Tunnel führt unter dem Boknafjord und dem Kvitsøyfjord hindurch. An seiner tiefsten Stelle liegt die Fahrbahn rund 390 Meter unter dem Meeresspiegel. Auch die Inselgruppe Kvitsøy wird über die neue Verbindung an das Straßennetz angeschlossen. Insgesamt sind vier Fahrspuren geplant, zudem gibt es im Tunnel zwei Kreisverkehre.

Zwei Arbeiter beobachten eine Tunnelbohrmaschine bei der Arbeit im beleuchteten Tunnel.
© Rogfast/Statens vegvesen

Die technischen Herausforderungen sind enorm. Zwischen dem Tunnel und dem Meeresboden befindet sich stellenweise lediglich eine etwa 50 Meter dicke Gesteinsschicht. Gleichzeitig lastet das Gewicht der darüberliegenden Wassermassen auf dem Untergrund.

Beleuchteter Straßentunnel in Norwegen mit Fahrzeug und Bauausrüstung im Inneren.
© Rogfast/Statens vegvesen

Mit dem Bau wurde bereits 2018 begonnen, die Eröffnung ist für 2033 vorgesehen. Die Kosten werden auf rund zwei Milliarden Euro geschätzt. Ziel ist es, die Europastraße E39 entlang der Westküste langfristig weitgehend ohne Fährverbindungen befahrbar zu machen. Die Fahrt zwischen Stavanger und Bergen könnte sich dadurch um rund 40 Minuten verkürzen.

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