Der 57-jährige Karl Bushby meisterte am Montag seine letzte Herausforderung und überquerte schwimmend den Ärmelkanal, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. "Es fühlt sich gut an, nach all den Jahren wieder britischen Boden unter meinen Füßen zu haben", wurde Bushby in einer Erklärung zitiert.
Der frühere Fallschirmjäger war im November 1998 in Punta Arenas in Chile losgewandert. Dabei setzte er sich selbst zwei Regeln: Keinerlei Transportmittel zum Vorankommen zu benutzen und nur zu Fuß oder schwimmend nach Hause nahe dem nordenglischen Hull zurückzukehren.
Auch interessant
Fast drei Jahrzehnte und 29 Länder später kehrte Bushby nun Montagnachmittag in seine Heimat zurück. Er ging im Südosten Englands an Land, nachdem er von den britischen und französischen Behörden die Genehmigung erhalten hatte, von Frankreich aus den Ärmelkanal zu durchschwimmen.
Eine kleine Gruppe von Freunden und Angehörigen, darunter sein Vater und seine Brüder, begrüßte Bushby am Shakespeare Beach südlich von Dover. Auch der deutsche Filmemacher Werner Herzog, der einen Dokumentarfilm über Bushbys Reise dreht, war mit einem Filmteam am Strand.
Immer wieder längere Pausen
Der Abenteurer, der seine gesamte Habe in einem Wägelchen mit dem Spitznamen "The Beast" um die Welt transportierte, musste auf seiner Reise mehrere längere Pausen einlegen. Die russischen Behörden etwa verweigerten ihm lange ein Visum, nachdem er die Beringstraße zwischen dem US-Staat Alaska und dem Norden Russlands zu Fuß überquert hatte.
Insgesamt kosteten ihn Visa-Probleme, die Finanzkrise von 2008 und die Corona-Pandemie etwa 14 seiner 28 Jahre unterwegs. Immer wieder musste er länger in einem Land bleiben, bevor er seine Reise von genau dem Ort aus fortsetzte, an dem er sie unterbrochen hatte. "Es war nicht einfach, und genau darum ging es ja auch", erklärte Bushby nun nach seiner Rückkehr.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden