Paris-Masters

Aus der Traum von Turin: Djokovic verpasst ATP-Finals nach Paris-Blamage

Novak Djokovic blickt mit weit geöffnetem Mund fokussiert nach vorne und setzt im grünen Polo-Shirt zum Vorhand-Schlag an.
© EPA
Schock für Novak Djokovic: Der 39-jährige Serbe unterliegt Qualifikant Rinky Hijikata beim Paris-Masters mit 6:2, 3:6, 3:6 und verpasst damit endgültig die ATP Finals der besten acht Spieler.
OE24 auf Google bevorzugen

Das Tennis-Jahr 2026 nimmt für Novak Djokovic ein bitteres und vorzeitiges Ende. Der 39-jährige Rekord-Grand-Slam-Sieger schied am Mittwochabend beim ATP-Masters1000-Turnier in Paris überraschend bereits in der 2. Runde aus und verpasste damit die Qualifikation für das Saisonfinale der besten acht Profis in Turin endgültig.

Gegen den australischen Qualifikanten Rinky Hijikata musste sich der 24-fache Grand-Slam-Sieger trotz fulminantem Start nach einem Einbruch mit 6:2, 3:6, 3:6 geschlagen geben.

Damit rutscht der "Joker" im ATP-Liveranking auf Platz 12 ab. Da nützt ihm auch das vorzeitige Saisonende von Jannik Sinner (ATP-Nr. 2) nichts mehr. Auf den rettenden 9. Platz (Wien-Finalist De Minaur) fehlen Djokovic 430 Punkte.

Djokovic verliert nach starkem Auftakt komplett den Faden

Dabei hatte Djokovic auf dem schnellen Hartplatz von Paris zunächst einen Auftakt nach Maß erwischt. Doch im 2. Satz kippte das Spiel auf dem Court Central komplett: Hijikata steigerte sich enorm, hielt die Bälle extrem flach und zwang Djokovic immer wieder zu ungewohnten Fehlern. Im Entscheidungssatz nutzte der Sensationsmann aus Down Under die Schwächephase des gealterten Superstars gnadenlos aus und besiegelte nach 1:50 Stunden die Sensations-Pleite des Favoriten.

"Habe die Kontrolle verloren" – Djokovic verabschiedet sich in die Pause

Novak Djokovic hält im grünen Trikot auf dem Tennisplatz den Zeigefinger vor die Lippen und fordert Ruhe im Publikum.
Geste in Richtung Tribüne: Novak Djokovic bittet im heutigen Match beim Paris-Masters das Publikum um Ruhe, musste sich am Ende aber überraschend dem Qualifikanten Rinky Hijikata geschlagen geben und verpasst damit die ATP Finals in Turin. © Getty Images

Nach dem Match zeigte sich Djokovic sichtlich enttäuscht über die entgangene Qualifikation für das Jahresabschlussturnier, gratulierte seinem Kontrahenten aber fair: "Ich habe nach dem ersten Satz komplett die Kontrolle über das Geschehen abgegeben und seine Chancen im dritten Durchgang nicht nutzen können. ..."

Es war der Tag der Überraschungen. Auch der frischgebackene Weltranglistenerste Alexander Zverev erlitt in seinem Auftaktmatch eine Pleite gegen Lorenzo Musetti. Für Djokovic heißt es nun vorzeitig durchatmen und sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Der Serbe, der am 22. Mai 2027 seinen 40. Geburtstag feiert, will wenn irgendwie möglich noch bis Olympia 2028 konkurrenzfähig bleiben und erst dann abtreten.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden