Skandalfall
Bundeswehr: Ermittlungen gegen zehn Soldaten
Im Sanitätsregiment 1 in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) laufen nun umfangreiche Ermittlungen: Nach Informationen des "Spiegel" sollen innerhalb der Einheit Amphetamine und Testosteron gehandelt worden sein. Auch mutmaßliche Sex-Wettbewerbe und Übergriffe gegenüber jungen Soldatinnen werden untersucht.
Im Mittelpunkt steht unter anderem ein Vorgesetzter, der seine dienstliche Machtposition für sexuelle Kontakte zu einer minderjährigen Rekrutin ausgenutzt haben soll.
Die Bundeswehr reagierte mit drastischen Maßnahmen: Neun Verdächtige erhielten Kasernenverbot, sieben wurden vorläufig vom Dienst suspendiert. Acht Disziplinarverfahren laufen, fünf Fälle wurden bereits der Staatsanwaltschaft übergeben.
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Nicht der erste Skandal
Verteidigungsminister Pistorius bezeichnete die Anschuldigungen bei einem Truppenbesuch auf Kreta als "widerwärtig", sollten sie sich bestätigen. Er kündigte eine konsequente strafrechtliche Verfolgung möglicher Täter an.
Ins Rollen kamen die Ermittlungen offenbar nach einem eindringlichen Appell von Generalinspekteur Carsten Breuer, der im September vor zunehmenden Meldungen über sexualisiertes Fehlverhalten gewarnt hatte.
Bereits zuvor hatte ein Skandal um Drogen, Rechtsextremismus und sexuelle Übergriffe beim Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken die Bundeswehr erschüttert.
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