Bei der aufwendig inszenierten Präsentation in Texas bot der neue Flitzer Manöver, die man bisher nur aus Hollywood-Filmen oder Videospielen kannte. Wie bei einem Kinderspiel kletterte der Roadster zunächst eine extrem gebogene Rampe empor, schoss am oberen Ende kopfüber in die Höhe, drehte mitten in der Luft eine rasante Schraube und setzte schließlich wieder zur kontrollierten Landung an.
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Bei einer zweiten spektakulären Vorführung demonstrierte der Elektroflitzer seine Sprungkraft:
- Der Wagen sprang scheinbar mühelos über fünf nebeneinander aufgereihte Fahrzeuge hinweg
- Die äußere Grundform des Sportwagens blieb während der gesamten Flugphase vollständig unverändert
- Weder mussten dafür sperrige Tragflächen ausgeklappt werden, noch drehte sich ein Helikopterrotor über dem Fahrzeugdach
- Die Landung erfolgte punktgenau und ohne sichtbare Erschütterung für das Fahrwerk
Damit zeigt Tesla erstmals öffentlich ein Serienfahrzeugkonzept, das die Grenzen zwischen klassischem Straßenverkehr und Luftfahrt verschwimmen lässt.
Kaltgas-Triebwerk der NASA als technischer Schlüssel
Das technologische Geheimnis hinter den Flugeinlagen ist kein klassischer Raketenantrieb mit gefährlichem Feuerstrahl, sondern ein sogenanntes Kaltgas-Triebwerk. Das System stammt direkt aus der Raumfahrttechnik und wird von der US-Weltraumbehörde NASA genau beschrieben:
- Komprimiertes, gespeichertes Gas wird unter enorm hohem Druck durch spezielle Düsen ausgestoßen
- Der dabei entstehende Rückstoß reicht aus, um das Fahrzeug für kurze Zeit zielgerichtet anzuheben und zu stabilisieren
- Durch die Bündelung der Gasströme lassen sich präzise Flugmanöver wie Schrauben oder gezielte Sprünge durchführen
Trotz der verblüffenden Physik im Hintergrund bleibt der Antrieb im regulären Fahrbetrieb unsichtbar und greift erst bei Aktivierung der Flugfunktionen ein.
Exklusive "Rocket"-Version: Keine Flüge über Staus erlaubt
Allerdings wird keineswegs jedes Modell des neuen Roadsters abheben können. Wer fliegen will, muss zur limitierten "Rocket"-Variante greifen. Diese Sonderausführung ist nach offiziellen Angaben auf der Tesla-Webseite nicht für jedermann frei konfigurierbar, sondern bleibt vorerst ausschließlich Kunden zugänglich, die eine persönliche Einladung des Unternehmens erhalten.
Zudem dämpfen die geltenden Verkehrsgesetze verfrühte Hoffnungen auf ein bequemes Ausweichen im täglichen Berufsverkehr:
- Das Fliegen ist im öffentlichen Straßenverkehr strikt verboten und besitzt keinerlei behördliche Zulassung
- Die Funktion wird voraussichtlich nicht in allen Regionen und Märkten freigeschaltet
- Das Überfliegen von Staus auf Autobahnen oder Stadteinfahrten ist somit bis auf Weiteres reine Utopie
Musk selbst blickt ungeachtet aller rechtlichen Barrieren mit großem Optimismus nach vorne und betonte bei der Show: "Ihr werdet sehen, was dabei herauskommt, wenn man mit dem besten Automobilhersteller und dem besten Raketenhersteller der Welt zusammenarbeiten."
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