Seit Jahrzehnten benutzen wir die rot-blauen Radiergummis und viele fragen sich seit ihrer Schulzeit, wozu diese blaue Seite eigentlich gut ist. Zum Ausradieren von Bleistift jedenfalls nicht. Da eignet sich die rote Seite sehr viel besser.
Rot ist weicher
Die rote Seite ist weicher und sanfter zum Papier. Sie ist perfekt geeignet, um Fehler, die man mit dem Bleistift gemacht hat, verschwinden zu lassen. Das geschieht durch die Adhäsionskraft, die Radierer zwischen Papier und Gummi erzeugen. Das Graphit aus dem Bleistift bleibt am Gummi haften und das Papier wird wieder weiß.
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Das raue Blau
Die kleinere, blaue Seite fühlt sich schon ganz anders an als die rote. Das liegt - wenig überraschend - am Material: Dem Gummi wird Quarzmehl, manchmal auch Bimssteinmehl oder Glasstaub, hinzugefügt, das macht ihn härter und rauer.
Aber wozu? Die blaue Seite ist nicht zum Ausradieren von Bleistift gedacht, sondern eignet sich für das Löschen von Tinte. Die bleibt, im Gegensatz zum Graphit des Bleistifts, nicht auf der Oberfläche haften, sondern dringt in das Papier ein. Die raue Seite des Radierers trägt eine feine Schicht ab und lässt so die Tinte verschwinden. Dann kann man einfach wieder drüberschreiben und spart sich den Tintenkiller.
Allerdings ist das für Schulkinder oft schwierig und sorgt für Ärger. Man muss dabei nämlich sehr behutsam vorgehen, um nicht ein Loch ins Papier zu radieren.
Schleifpapier für Papier
Man kann sich den Vorgang vorstellen, als würde man mit Schleifpapier arbeiten. Man schmirgelt also die oberste Papierschicht ab. Entwickelt wurde sie ursprünglich für sehr dickes Papier oder Pappe, das von Künstlern, technischen Zeichnern oder Handwerkern verwendet wird. Man kann die blaue Radiergummiseite aber auch auf Holz oder Stein einsetzen - Oberflächen, an denen die weiche rote Seite oft scheitert.
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