Anne Hathaway kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Filme wie "Der Teufel trägt Prada 2" und "The Odyssey" gehören zu ihren jüngeren Projekten. Doch ausgerechnet eine Rolle aus dem Jahr 2007 beschäftigt die Oscar-Preisträgerin offenbar bis heute.
In "Becoming Jane" spielte Hathaway die junge Schriftstellerin Jane Austen. An ihrer Seite waren James McAvoy als Thomas Lefroy sowie unter anderem Maggie Smith und Julie Walters zu sehen.
Auch interessant
Hathaway sprach bereits mehrfach erstaunlich offen über ihre eigene Leistung in dem Film. "Es bleibt für mich ein schwieriger Film, über den ich sprechen kann, weil ich einfach nie das Gefühl hatte, dass ich es wirklich gut gemacht habe", erklärte die Schauspielerin.
Enormer Druck als Jane Austen
Die Rolle war für Hathaway eine besondere Herausforderung. Als US-Amerikanerin musste sie für den Film einen britischen Akzent beherrschen. Gleichzeitig verkörperte sie eine der berühmtesten Schriftstellerinnen der Literaturgeschichte – und damit eine Figur, an die viele Zuschauer bereits sehr konkrete Vorstellungen haben.
Auch die Liebesgeschichte mit Thomas Lefroy brachte zusätzliche Erwartungen mit sich. Die Beziehung im Film erinnert stark an die Dynamik zwischen Elizabeth Bennet und Mr. Darcy aus Austens berühmtestem Roman "Stolz und Vorurteil".
Historisch ist die Geschichte allerdings komplizierter: Lefroy heiratete später eine andere Frau, während Jane Austen selbst unverheiratet blieb.
"Ich war zu übertrieben"
Hathaway glaubt rückblickend, dass sie aus der Rolle mehr hätte herausholen können.
"Es gäbe etwas anderes, was ich mit der Figur hätte machen können, das besser gewesen wäre – aber gut. Im Nachhinein lässt es sich immer leicht reden", sagte sie.
Beim späteren Anschauen des Films fallen ihr vor allem Szenen auf, in denen sie ihrer eigenen Einschätzung nach zu stark auf das Schauspiel gesetzt habe.
"Ich kann kein großes Problem benennen, aber wenn ich den Film zurückschaue, fallen mir bestimmte Momente auf, in denen ich einfach zu betont versuche zu schauspielern. Ich halte mich dann für zu übertrieben", erklärte Hathaway.
Trotzdem war die Rolle wichtig
Trotz ihrer Kritik bereut Hathaway die Rolle nicht grundsätzlich. Im Gegenteil: Sie sieht "Becoming Jane" als wichtigen Teil ihrer persönlichen Entwicklung.
"Völlig zufrieden bin ich also sicher nicht, aber ich glaube, dass mir diese Rolle sehr dabei geholfen hat zu wachsen", sagte sie.
Für Hathaway war die Zeit danach allerdings nicht immer einfach. Nach ihrem Oscar-Gewinn 2013 wurde die Schauspielerin im Internet massiv angefeindet. Die sogenannte "Hathahate"-Welle führte unter anderem dazu, dass sie sich zeitweise stärker aus der Öffentlichkeit zurückzog.
Heute wieder ganz oben in Hollywood
Inzwischen ist Hathaway längst wieder fest im Filmgeschäft etabliert. Neben ihren aktuellen Kino-Projekten war sie zuletzt auch in "Mother Mary" zu sehen.
Bei der New Yorker Premiere von "Verity" zeigte sie sich gemeinsam mit Dakota Johnson auf dem roten Teppich. Dabei sorgte Hathaway unter anderem mit ihrem auffälligen schwarzen Spitzen-Look für Aufmerksamkeit.
Während ihre Karriere heute weiterläuft, blickt die Schauspielerin also durchaus kritisch auf manche Stationen zurück. Gerade "Becoming Jane" scheint für Hathaway dabei ein Film zu sein, aus dem sie vor allem eines mitgenommen hat: eine wichtige Lektion für ihre weitere Karriere.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden