ATP-Peking

Djokovic stinksauer: Zverev sorgt mit Schiri-Protest für Wirbel

Alexander Zverev und Novak Djokovic geraten in Peking wegen einer wechselnden Werbebande aneinander – am Ende muss der Schiedsrichter entscheiden.
© Getty Images
Werbebanden-Wirbel, hitzige Wortgefechte und ein genervter Novak Djokovic! Im Viertelfinale der China Open in Peking sorgt eine kuriose Szene für mächtig Zündstoff. Alexander Zverev bekommt recht – und bringt den Rekord-Grand-Slam-Sieger damit richtig auf die Palme.
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Es läuft das zweite Spiel, als plötzlich die digitale Bandenwerbung auf der gegenüberliegenden Seite des Courts wechselt. Genau in diesem Moment befindet sich Zverev in seiner Aufschlagbewegung. Djokovic bringt den Return ins Feld, der Deutsche setzt eine eigentlich machbare Vorhand ins Aus – 30:40. Doch damit ist die Sache längst nicht erledigt!

Zverev marschiert zum Stuhlschiedsrichter und beschwert sich über die irritierende Werbeeinblendung. Der Unparteiische schaut sich die Szene noch einmal an. Ein Vorgang, der Djokovic sichtlich missfällt. Der Serbe sucht ebenfalls das Gespräch mit dem Schiri und macht seinem Ärger Luft.

Djoker: »Das ergibt keinen Sinn«

"Wenn er davon gestört wäre, hätte er direkt challengen müssen, oder nicht? Das ergibt keinen Sinn", kritisiert der 24-fache Grand-Slam-Champion. Zverev erklärt dagegen, er sei sich nicht sicher gewesen, ob er überhaupt eine Challenge beantragen durfte, und habe deshalb zunächst weitergespielt.

Djokovic lässt nicht locker und legt mit einer bissigen Frage nach: "Also könnten wir eine Rally über 30 Schläge spielen und am Ende sagt er: Okay, ich challenge das?" Doch der Schiedsrichter bleibt bei seiner Linie: Ja, das sei möglich.

Zverev jubelt, Djokovic schäumt

Dann die Entscheidung: Zverev bekommt recht, der Punkt wird wiederholt! Der Deutsche nutzt die Chance eiskalt, gewinnt die beiden folgenden Ballwechsel und stellt auf 2:0. Während Zverev durchatmen kann, dürfte Djokovic mit der Entscheidung alles andere als glücklich sein.

Sportlich wartet auf den Deutschen allerdings ein echter Brocken. Djokovic ist in Peking eine absolute Macht und hat bei seinen bisherigen Teilnahmen eine makellose Bilanz von 31:0. Sechs Mal triumphierte er bereits in der chinesischen Hauptstadt.

Zverev rüttelt am Tennis-Thron

Für Zverev geht es zudem um einen ganz großen Traum: die Nummer eins der Weltrangliste! Weil Jannik Sinner wegen anhaltender Knieprobleme auch das Masters in Shanghai verpasst, könnte sich für den Deutschen eine historische Gelegenheit auftun. Mit Turniersiegen in Peking und Shanghai wäre Zverev der erste deutsche Weltranglisten-Erste seit Boris Becker 1991.

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