130.000 Euro

Hobby-Schatzsucher findet einen Kilo pures Gold

Hand hält einen großen, erdigen Goldnugget vor einer Ausgrabungsstelle im Freien.
© Facebook
Der Gold-Nugget ist 130.000 Euro wert.
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Ein Hobby-Schatzsucher hat im australischen Outback einen außergewöhnlichen Fund gemacht: Auf einer abgelegenen Rinderstation nahe Tibooburra im Bundesstaat New South Wales stieß er auf einen mehr als ein Kilogramm schweren Goldklumpen. Der geschätzte Wert liegt bei umgerechnet rund 130.000 Euro. Bei einem Verkauf an einen Sammler könnte sogar noch mehr herausspringen.

Der Mann, der anonym bleiben möchte, war bereits seit mehreren Tagen mit seinem Metalldetektor auf dem Gelände der Mount-Stuart-Station unterwegs. Mitte Oktober schlug das Gerät schließlich an. Zunächst war das Signal kaum auffällig. Erst als er sich tiefer in den rötlichen, steinigen Boden grub, wurde der Ausschlag deutlicher. Bei einer der nächsten Schichten entdeckte er einen leuchtend gelben Fleck in der Erde.

Mega-Fund

Der Fund entpuppte sich als außergewöhnlicher Goldklumpen, den sein Entdecker liebevoll "Tibooburra Spud" taufte. Das Nugget wiegt insgesamt 1218 Gramm. Untersuchungen ergaben, dass es rund 940 Gramm reines Gold enthält. Sein Materialwert wird auf etwa 150.000 bis 160.000 australische Dollar geschätzt. Der Finder hofft, bei einem Verkauf an einen Sammler bis zu 200.000 Dollar erzielen zu können.

Seltene Entdeckung im australischen Outback

Wie ungewöhnlich der Fund ist, weiß auch Greg Spangler, der seit mehr als 20 Jahren in Broken Hill Ausrüstung für Goldsucher verkauft. In dieser Zeit habe er lediglich einen weiteren Fund eines Goldklumpens von mehr als einem Kilogramm erlebt. Üblicher seien kleine Nuggets oder winzige Goldflitter.

Der hohe Goldpreis sorgt laut Spangler dafür, dass sich immer mehr Menschen für die Suche interessieren. Neben der Hoffnung auf einen wertvollen Fund schätzten viele auch die Bewegung an der frischen Luft und die Ruhe in der Natur.

Die Gegend rund um Tibooburra zieht bereits seit dem späten 19. Jahrhundert Goldsucher an. Auf dem sogenannten Tibooburra Common ist die Suche derzeit allerdings untersagt, solange Genehmigungsfragen im Zusammenhang mit den Rechten der indigenen Bevölkerung geklärt werden. Auf einigen privaten Stationen ist die Suche gegen Gebühr weiterhin möglich.

Für den glücklichen Finder hat sich die Geduld jedenfalls ausgezahlt. Sein Tipp an andere Schatzsucher: weitersuchen, den Metalldetektor schwenken und jedes Signal genau überprüfen.

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