Täter ausgeforscht
Jüdischen Düsseldorfer attackiert: Fall geklärt
Nach der Vernehmung wurden beide Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Haftgründe lägen derzeit nicht vor, sagte ein Polizeisprecher. Der Staatsschutz ermittelt weiter, auch zum Motiv.
Die Tat geschah am 22. September gegen 20.36 Uhr: Der 35-jährige Mann, ein in Israel geborener Deutscher, war mit seiner Freundin zu Fuß am Rheinufer unterwegs. Er trug eine Kippa und einen schwarzen Pullover mit goldenem Emblem der israelischen Armee, der Israel Defense Forces. Zwei Frauen sprachen ihn an und beleidigten ihn israelfeindlich. Nach Angaben von Zeugen fiel dabei das Wort "Kindermörder".
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Marokkanische Migranten als Tatverdächtige
In das Streitgespräch mischten sich zwei junge Männer ein. Sie sollen den jüdischen Mitbürger mit Schlägen und Tritten attackiert und dabei gelacht haben. Drei Passanten versuchten einzugreifen, einer von ihnen wurde selbst getroffen und leicht verletzt. Opfer und Helfer kamen mit leichten Verletzungen davon. Die vier Tatverdächtigen flohen.
Zeugenhinweise und eine Fotofahndung brachten die Ermittler auf die Spur der Schläger: Die Sonderkommission "EK Rathaus" ermittelte einen 18-jährigen Deutsch-Marokkaner aus Duisburg, der der Polizei bereits mehrfach aufgefallen war. Der zweite Verdächtige, ein 21-jähriger Duisburger mit deutsch-marokkanischer Staatsbürgerschaft, stellte sich selbst. Videoaufnahmen und Zeugen hatten den Ablauf bestätigt. Die Ermittler gehen von einer antisemitischen Tat aus, weil das Opfer als Jude erkennbar war und Solidarität mit Israel sichtbar trug.
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