Tag des Kaffees

Kaffee gegen Bauchfett? Forscher machen überraschende Entdeckung

Junge Frau trinkt Kaffee und blickt nachdenklich aus dem Fenster in ihrer Wohnung.
© Getty Images
Heute, am 1. Oktober, feiern wir den Tag des Kaffees. Und es gibt gleich noch einen Grund zum Feiern: Eine neue Studie verrät, dass unser Lieblings-Wachmacher weit mehr kann, als uns morgens auf die Sprünge zu helfen: Kaffee könnte demnach sogar einen positiven Effekt auf unseren Körper haben.
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Für viele von uns gehört die erste Tasse Kaffee am Morgen einfach zum Start in den Tag. Dabei genießt das beliebte Heißgetränk nicht unbedingt den besten Ruf. Doch ein finnisches Forscherteam der Universität Oulu kommt zu einem spannenden Ergebnis: Versuchspersonen mit einem hohen Kaffeekonsum wiesen im Durchschnitt weniger Gesamtkörperfett auf und insbesondere weniger Bauchfett, das mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht wird.

Weniger Fett, mehr Muskeln: Das steckt im Kaffee

Für ihre groß angelegte Untersuchung, die kürzlich im renommierten European Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, haben die Wissenschaftler die Gesundheitsdaten von 2.264 Teilnehmern im Alter von 46 Jahren detailliert analysiert. Das verblüffende Resultat: Versuchspersonen mit einem hohen Kaffeekonsum hatten im Durchschnitt deutlich weniger Gesamtkörperfett und insbesondere weniger gesundheitsschädliches Bauchfett (Viszeralfett). Gleichzeitig wiesen sie eine messbar größere Skelettmuskelmasse auf als Personen, die wenig oder gar keinen Kaffee tranken.

Frau gießt sich zu Hause Filterkaffee in eine weiße Tasse ein.
Kaffee © Getty Images

Auffällig ist, dass sich der Body-Mass-Index (BMI) der Personen mit hohem Kaffeekonsum und derjenigen mit geringem oder keinem Kaffeekonsum kaum unterschied. Das bedeutet: Die Kaffeetrinker waren auf der Waage nicht zwangsläufig leichter, aber ihr Körper war völlig anders zusammengesetzt. Mehr straffe Muskeln und weniger Fettpolster.

Überraschender Testosteron-Boost für Männer

Die Forscher rund um den Hauptautor Luca Verroest entdeckten bei ihrer Analyse noch ein weiteres spannendes Detail. Ein hoher Kaffeekonsum ging vor allem bei Männern mit einem deutlich besseren Glukose-Insulin-Profil einher, das hilft dem Körper, den Blutzucker stabil zu halten. Doch damit nicht genug: Die männlichen Kaffeetrinker zeigten zudem höhere Werte an Gesamt-Testosteron und bioverfügbarem Testosteron.

Auch wenn bei den Frauen die hormonellen Sprünge weniger extrem ausfielen, profitierten sie (genau wie die Männer) von niedrigeren Blutwerten bestimmter Aminosäuren. Sind diese nämlich dauerhaft erhöht, werden sie oft mit einer Insulinresistenz und einem höheren Risiko für Diabetes Typ-2 in Verbindung gebracht.

Sollten wir jetzt literweise Kaffee trinken?

Zwei lachende Freunde stoßen mit Tassen Cappuccino mit Latte Art an.
Kaffee © Getty Images

Bevor Sie jetzt die Kaffeemaschine im Dauerbetrieb laufen lassen, gibt es einen kleinen Haken: Die Forscher betonen ausdrücklich, dass es sich um eine reine Beobachtungsstudie handelt. Das bedeutet: Es konnte ein klarer und starker Zusammenhang festgestellt werden, die Studie beweist aber (noch) nicht zu 100 %, dass der Kaffee ganz allein das Bauchfett wegschmilzt. Es ist auch möglich, dass Menschen, die ohnehin einen sehr aktiven Lifestyle pflegen, generell mehr Kaffee trinken.

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