Nations League
Klopp-Zauber gegen Serbien auf dem Prüfstand
Denn ausgerechnet Jürgen Klopp, der bei seinem DFB-Amtsantritt eine neue Euphorie entfacht hatte, steht bereits unter Druck. Der Zauber des neuen Bundestrainers hat nach dem enttäuschenden Start in die Nations League erste Kratzer bekommen. Zwei Spiele, nur ein Punkt – und zuletzt eine 0:1-Niederlage gegen Griechenland. Nun wartet am Donnerstag Serbien (ab 20.45 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker). Und plötzlich geht es für die deutsche Nationalmannschaft um deutlich mehr als nur das nächste Spiel.
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Und auch historisch ist Klopps Auftakt bemerkenswert: Nur Sepp Herberger 1937 und Helmut Schön 1967 blieben vor ihm in ihren ersten beiden Spielen als Bundestrainer sieglos. Klopp selbst weiß, dass sein Name keine Wunder bewirkt. "Dass Jürgen Klopp nicht mit Handauflegen alle Probleme löst – ich wusste das vorher. Falls jemand es nicht wusste, weiß er es jetzt", sagte er nach der Griechenland-Pleite.
Klopp krempelt Kader um - Wirtz im Mittelpunkt
Für sein lange erwartetes Debüt hatte Klopp zunächst 44 Spieler auf zwei separate Kader verteilt. Nun folgt der große Schnitt: Lediglich sechs Spieler aus dem ersten Kader bleiben vor Ort, der Rest macht Platz für neue Gesichter. Auch Kapitän Joshua Kimmich bekommt wie angekündigt eine Auszeit. "Ich hatte bis zuletzt gehofft zu bleiben", sagte der Bayern-Star, zeigte aber Verständnis für Klopps Plan, auch andere Spieler kennenlernen zu wollen.
Serbien wartet ebenfalls auf Befreiungsschlag
Auch die Gäste stehen gewaltig unter Druck. Serbien verlor beide bisherigen Spiele gegen Griechenland und die Niederlande jeweils mit 1:2 und steht punktelos am Tabellenende.
Trainer Veljko Paunovic fordert deshalb "Glauben und Mentalität". Hoffnung macht die Rückkehr von Dusan Tadic. Der fast 38-Jährige hatte nach der EM 2024 eigentlich seinen Rücktritt erklärt. Unter dem damaligen Coach Dragan Stojkovic war Tadic zuletzt nicht mehr dabei – zwischen beiden hatte es offenbar geknirscht. Mit Neo-Coach Paunovic ist der Routinier nun wieder da und soll einer jungen Auswahl mit Talenten wie Aleksandar Stankovic und Lazar Samardzic mit seiner Erfahrung den nötigen Halt geben. Zwei Nationen mit holprigem Start, zwei Teams unter Druck – und beide hoffen auf den Befreiungsschlag.
Anpfiff in München ist um 20:45 Uhr. Dann sind Oktoberfest, Sommerwetter und Fußballromantik für 90 Minuten Nebensache. Dann zählt nur noch, wer dem Druck standhält.
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