Jahrzehnte später

"Kompletter Idiot": McCartney schießt gegen Lennon

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Auch Jahrzehnte nach dem Ende der Beatles spricht Paul McCartney offen über seinen früheren Bandkollegen John Lennon. In einem Gespräch mit Regisseur Judd Apatow blickte der 84-Jährige auf die Spannungen zwischen den beiden zurück – und fand dabei ungewöhnlich deutliche Worte.
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"Ich hielt John immer für sehr cool, und das tue ich noch immer. Aber in manchen Dingen konnte er ein kompletter Idiot sein", sagte McCartney laut "Variety". Trotz der harten Worte wird dabei eines deutlich: Seine Bewunderung für Lennon hat darunter nie wirklich gelitten.

Die beiden kannten sich bereits seit ihrer Jugend. Für McCartney war Lennon deshalb weit mehr als nur sein Bandkollege bei den Beatles. Er begleitete ihn seit dessen 15. Lebensjahr – lange bevor die beiden gemeinsam Musikgeschichte schrieben.

Warum Lennon so enttäuscht von Paul war

Besonders nach dem Ende der Beatles gerieten die beiden musikalisch und persönlich aneinander. McCartney gründete 1971 gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau Linda McCartney sowie Denny Laine und Denny Seiwell die Band Wings.

Lennon konnte mit den frühen Soloarbeiten seines ehemaligen Partners zunächst wenig anfangen. Warum er derart kritisch auf McCartneys neuen musikalischen Weg reagierte, weiß der Sänger bis heute nicht genau.

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Seine Vermutung: Lennon habe einfach mehr von ihm erwartet. "Ich denke, vielleicht erwartete er mehr von mir. Er erwartete etwas anderes von mir, und das habe ich nicht gemacht. Ich habe einfach nur 'verrücktes Zeug' gemacht", erklärte McCartney.

Lennon änderte später seine Meinung

Die Kritik blieb allerdings nicht für immer bestehen. 1975 lobte Lennon schließlich das Wings-Album "Band on the Run" – und zeigte damit, dass sich sein Blick auf die Musik seines ehemaligen Partners wieder verändert hatte.

Für McCartney waren die Streitereien ohnehin nie stark genug, um seine Beziehung zu Lennon völlig zu zerstören. "Es spielte keine Rolle, was er sagte oder tat, denn ich kannte ihn, seit ich 15 war", erklärte der Musiker rückblickend.

Trotz Streit blieb die Bewunderung

Auch die heftigen Auseinandersetzungen um das Management der Beatles hatten McCartney damals schwer getroffen. Mit Abstand konnte er Lennons harte Worte jedoch besser einordnen.

Für ihn blieb Lennon trotz aller Kränkungen und Streitigkeiten jener außergewöhnliche Musiker, zu dem er schon als Jugendlicher aufgeschaut hatte. "Deshalb war er für mich dieser verrückte Kerl, den ich kannte, und ich sah wirklich zu ihm auf", sagte McCartney.

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