Bis 205.000 Euro

Kreuzfahrt-Albtraum: So viel zahlten Passagiere für gestoppte Reise

Kreuzfahrtschiff ODYSSEY im Hafen gesichert..
© EPA
Wegen hoher Spritkosten strandeten über 200 Menschen, die ihr Leben auf dem Kreuzfahrt-Schiff "Odyssey" verbringen wollten und sind jetzt obdachlos.
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Für viele klang es wie ein Traum: Ein Leben lang auf hoher See um die Welt fahren - dieser wurde für Hunderte Passagiere tatsächlich zwei Jahre lang zur Wirklichkeit. Auf dem 33 Jahre alten Kreuzfahrtschiff "Odyssey" konnten sie sich dauerhaft eine Kabine mieten oder kaufen.

Doch wegen der hohen Spritkosten aufgrund des Iran-Kriegs ging dieser Traum jäh zu Ende - die Bewohner strandeten in Kambodscha. Zuvor hatten sie oft ihre Häuser verkauft, um sich ihren Wunsch wahr machen zu können. Jetzt droht ihnen Obdachlosigkeit.

Eine Gruppe von Männern steht vor dem Kreuzfahrtschiff Odyssey im Hafen von Sihanoukville.
Fahrt nach zwei Jahren gestoppt. © APA/AFP/TANG CHHIN SOTHY

So teuer war die Endlos-Kreuzfahrt

Das Portal "Business Insider" enthüllte jetzt, wie viel die Passagiere tatsächlich bezahlt haben. Sie konnten Kabinen mieten oder kaufen.

Eine fünfjährige Residenz wurde ab 59.999 Dollar (53.000 Euro) angeboten, eine dauerhafte Residenz ab 119.999 Dollar (107.000 Euro). Eine Variante mit mehreren Kabinen begann laut Business Insider bei 229.999 Dollar (205.000 Euro).

Dafür erhofften sie sich eine Kreuzfahrt-Reise ohne Ende - viele wollten ihren Lebensabend dort verbringen. Mehr als 400 Häfen in über 140 Ländern sollten angesteuert werden.

"Ich bin der Bösewicht", gesteht Firmenboss

Mehrere Menschen verlassen ein Kreuzfahrtschiff über eine Gangway im Hafen von Sihanoukville.
Menschen mussten Schiff verlassen. © EPA

Mit "Business Insider" sprach jetzt auch jener Unternehmer, der diese Kreuzfahrt angeboten hat: Mikael Petterson, der Gründer der Betreiberfirma Villa Vie Residences. Er weiß, dass er "der Bösewicht in der Geschichte" ist und verspricht "alles zu tun, um den Betroffenen zu helfen."

Man habe statt 600 Dollar pro Tonne Marine Gas Oil am Ende wegen des Konflikts zwischen Iran und den USA 2.000 Dollar gezahlt - es begann eine Abwärtsspirale, die nun im Stopp der Reise geendet ist.

Ob die Reise jemals weiter geht, ist derzeit offen. Villa Vie könnte eine Sanierung anstreben, bei der das Management die Kontrolle behielte. Ansonsten droht dem Unternehmen die Liquidierung.

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