Für Sophia Thomalla gibt es einen Handkuss, für Boris Becker einen Spruch. Alexander Zverev (29) ist nach seinem historischen Erfolg bei den Erste Bank Open in Wien auch abseits des Tennisplatzes bestens aufgelegt.
Mit dem 6:4, 7:5 gegen Tallon Griekspoor hatte der Deutsche seinen Sprung an die Spitze der Weltrangliste fixiert. Seine Freundin erlebte den entscheidenden Moment diesmal aus nächster Nähe. Und auf der Pressekonferenz wartete noch eine Überraschung auf Zverev: Er wird seinen berühmten Vorgänger Boris Becker sogar bei der Dauer seiner Regentschaft übertreffen.
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Sophia bekommt den Handkuss
Kaum war der Matchball verwandelt, führte Zverevs Weg zu seiner Spielerbox. Dort wartete Sophia Thomalla (37), die das Achtelfinale in der Wiener Stadthalle mitverfolgt hatte. Der Tennisstar bedankte sich bei seiner Freundin mit einem Handkuss. Die Fotografen hielten die Szene fest.
Dass Thomalla diesmal persönlich dabei war, fiel auch deshalb auf, weil sie Zverevs zweiten Grand-Slam-Triumph im September verpasst hatte. Während er in New York die US Open gewann, musste die Moderatorin in Deutschland arbeiten. Aus den RTL-Studios meldete sie sich damals mit einer Instagram-Story: "Ein ganz normaler Tag im Büro."
In Wien war sie nun dabei, als ihr Freund den nächsten Meilenstein seiner Karriere erreichte. Zverev feierte den Erfolg anschließend mit seinem langjährigen Team und seiner Familie.
Becker gratulierte – Zverev rechnete nach
Auch Boris Becker ließ nicht lange auf sich warten. "Gratulation, Sascha", schrieb die deutsche Tennis-Ikone auf X.
Doch damit war die Geschichte zwischen Deutschlands beiden Weltranglistenersten noch nicht zu Ende. Becker hatte es 1991 auf insgesamt zwölf Wochen an der Spitze gebracht. Zverev wird mindestens 13 Wochen die Nummer eins bleiben und seinen berühmten Vorgänger damit übertreffen.
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Als er auf der Pressekonferenz auf diese Statistik angesprochen wurde, musste der 29-Jährige lachen.
"Eine Woche mehr hätte ich dann als Boris?", fragte Zverev, ballte ironisch die Faust und legte nach: "Sehr gut. Dann hat sich der Sieg ja gelohnt."
Dass er Becker in dieser Hinsicht übertreffen werde, sei "natürlich wunderschön", sagte er lachend.
Ein Riesen-Luftballon für die Nummer eins
Während Zverev über seinen neuen Rekord scherzte, sorgte sein Manager Sergej Bubka junior für die nächste kuriose Szene. Der frühere Tennisprofi hatte sich einen überdimensionalen Luftballon in Form einer Eins an den Arm gebunden und stand damit während der Pressekonferenz an der Seitenwand.
Normalerweise hält sich Bubka bei öffentlichen Auftritten seines Schützlings im Hintergrund. Diesmal war seine Freude über den Erfolg nicht zu übersehen. Zverev wirkte angesichts des ungewöhnlichen Accessoires beinahe etwas verlegen. Als beide anschließend das Pressezentrum verließen, mussten sie schmunzeln.
Standing Ovations für Zverev und seinen Vater
Auch auf dem Centre Court hatte es nach dem Sieg noch eine emotionale Szene gegeben. Als Zverev nach einem Karrierevideo als neue Nummer eins vorgestellt wurde, waren kurz Tränen in seinen Augen zu erkennen.
Anschließend posierte er gemeinsam mit seinem Vater Alexander senior vor einem großen Nummer-eins-Aufsteller an der Grundlinie. Die Zuschauer in der ausverkauften Stadthalle erhoben sich und applaudierten.
Sein Vater begleitet Zverev seit Beginn seiner Karriere als Trainer. Gemeinsam mit dem langjährigen Betreuerteam hatte er den Weg seines Sohnes an die Weltspitze geprägt.
Zverev will länger auf dem Tennis-Thron bleiben
Der neue Weltranglistenerste denkt allerdings bereits über Beckers Rekord hinaus. Auf die Frage, wie lange er die Spitzenposition verteidigen könne, antwortete Zverev bemerkenswert selbstbewusst.
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"Ich müsste relativ schlecht spielen, damit ich die Nummer eins verliere vor Ende der Australian Open", erklärte er in Wien.
Zunächst steht für den 29-Jährigen am Freitag das Viertelfinale gegen den Briten Arthur Fery auf dem Programm. Am Montag wird Zverev offiziell als Nummer eins der ATP-Weltrangliste geführt.
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