Engpässe dauern an
Logitech-Chefin über Chipmangel: "KI frisst meine Chips"
"Diese KI frisst meine Chips", sagte Konzernchefin Hanneke Faber in einem am Mittwoch publizierten Interview mit dem "Wall Street Journal". Mit Blick auf den hohen Halbleiterbedarf für Künstliche Intelligenz (KI) erwartet die Chefin des Milliarden-Konzerns in den nächsten 12 bis 18 Monaten keine klare Entspannung.
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Die Managerin reiste ihren Angaben zufolge in den vergangenen Monaten durch Asien und besuchte auch Lieferanten in der Schweiz. "Ich habe meinen Sommer damit verbracht, Chips zu erbetteln, auszuleihen und zu stehlen", sagte Faber mit einem Augenzwinkern.
Praktisch jedes Logitech-Produkt sei auf Halbleiter angewiesen, sagte Faber. Gleichzeitig fließe ein grosser Teil der weltweit verfügbaren Speicherchips in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Trotz der Engpässe bringt Logitech laut Faber jährlich rund 40 neue Produkte auf den Markt, darunter zunehmend höherpreisige Modelle.
Logitech sieht sich als "Augen, Ohren und Hände der KI"
KI bietet dem weltweit führenden Hersteller von Mäusen, Tastaturen und Webcams aber auch neue Geschäftschancen. Immer mehr Menschen sprächen mit KI-Systemen, statt nur zu tippen, erklärte die Firmenchefin. Programmierer nutzten dafür etwa Mikrofone und Headsets und teilweise sogar Gaming-Pedale, um schneller mit KI zu arbeiten. Logitech sehe sich daher als "Augen, Ohren und Hände der KI", sagte Faber.
Anpassungen musste Logitech zuletzt wegen des Nahost-Konflikts vornehmen. Wegen der geschlossenen Meeresstraße von Hormuz würden Teile Europas, des Nahen Ostens und Afrikas nicht mehr über das große Verteilzentrum in Dubai, sondern aus den Niederlanden und teilweise aus China beliefert.
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