Umfrage
Mehrheit stellt Regierung ein schlechtes Zeugnis aus
Die Ampel-Koalition kommt aus ihrem Stimmungstief nicht heraus: Die jüngste Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (1.000 Befragte vom 23. bis 26. 10. 2026) offenbart eine tief sitzende Unzufriedenheit in der Bevölkerung: Mehr als die Hälfte der Befragten zieht ein negatives Fazit. Sattelfeste 54 Prozent vergeben eine ungenügende oder mangelhafte Bewertung für die Regierungsarbeit. Der Löwenanteil davon fällt auf das extremste Negativurteil: 40 Prozent der Befragten stellen der Regierung das Zeugnis "sehr schlecht" aus. Weitere 14 Prozent beurteilen die Leistung immerhin noch als "schlecht".
Diese Zahlen spiegeln eine spürbare Skepsis wider, die sich durch große Teile der Gesellschaft zieht – sei es getrieben durch anhaltende Teuerungen, wirtschaftliche Unsicherheiten oder politische Streitigkeiten.
Ein Viertel vergibt ein "Befriedigend"
In der Mitte des Bewertungsspektrums zeigt sich ein pragmatisches, wenn auch verhaltenes Bild: 25 Prozent der Umfrageteilnehmer entschieden sich für die Note "befriedigend". Sie sehen die Regierungsarbeit weder als gänzlich gescheitert noch als glanzvoll an, sondern verorten die Maßnahmen im soliden Mittelfeld.
Auf der Sonnenseite der Erhebung bleibt dagegen nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Lediglich 15 Prozent stellen der Ampel das Prädikat "gut" aus, und nur magere 5 Prozent zeigen sich vollends überzeugt und votieren mit "sehr gut". Zusammengerechnet verbleibt das Lager der explizit Zufriedenen somit bei gerade einmal 20 Prozent.
Das Stimmungsbild zeigt enormen Handlungsbedarf für die Regierungsparteien. Wenn weniger als ein Viertel der Bürgerinnen und Bürger mit der politischen Arbeit zufrieden ist, während mehr als die Hälfte deutliche Kritik übt, steht die Bundesregierung vor der dringenden Aufgabe, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
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