Fall der Woche

Mit SUV in Juwelier: Rammbock-Räuber machen Millionen-Beute

© fuhrich/oe24
Dreimal krachten die Täter mit einem SUV gegen die Auslage des Luxus-Juweliers am Wiener Graben. Sie erbeuteten weltweit einzigartige Schmuckstücke. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Euro.
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Wien. Drei Anläufe, dann zerbarst die Auslage: In den frühen Morgenstunden des Mittwochs rammten bislang unbekannte Täter mit einem in Niederösterreich gestohlenen SUV das Geschäft von Juwelier Von Köck am Wiener Graben. Sie drangen in das Luxusgeschäft ein und erbeuteten wertvollen Schmuck. Zurück blieben eine zerstörte Auslage und ein Schaden in Millionenhöhe.

Der Inhaber wurde um 4.30 Uhr von der Polizei telefonisch über den Einbruch informiert. Seitdem hat er sich die Aufnahmen der Überwachungskameras mehrmals angesehen. "Es waren mehrere Täter", schildert er im Gespräch mit oe24. Die Einbrecher seien dreimal mit dem Auto gegen das Geschäft gefahren, bis die Auslage zertrümmert gewesen sei.

Weltweit einzigartige Edelsteine erbeutet

Unter der Beute befinden sich Schmuckstücke mit außergewöhnlichen, teilweise weltweit einzigartigen Edelsteinen. Doch gerade diese könnten für die Täter zum Problem werden: Ohne die entsprechenden Zertifikate und Unterlagen der besonderen Steine ist ein regulärer Weiterverkauf erheblich schwieriger.

Die gestohlenen Stücke dürften daher auf dem legalen Markt kaum unauffällig abzusetzen sein. Es ist denkbar, dass die Täter versuchen, die Beute über illegale Kanäle und deutlich unter ihrem eigentlichen Marktwert loszuwerden.

Der Gesamtschaden beläuft sich laut dem Juwelier auf mehrere Millionen Euro.

Einbruch bei Juwelier, zerstörte Schaufenster, Spurensicherung untersucht den Tatort, Polizeiabsperrung.
Einbrecher sind Mittwochfrüh mit einem SUV in die Schaufensterfront eines Wiener Innenstadtjuweliers gerast. © APA/TOBIAS STEINMAURER

Neustart bis Weihnachten geplant

Trotz der massiven Schäden blickt der Juwelier nach vorne. "Wir wollen zu Weihnachten wieder aufsperren", sagt er im Gespräch mit oe24. Seine Kunden sollen dann wieder im "gewohnten gehobenen Ambiente" empfangen werden. Bis dahin müssen die Schäden am Geschäft behoben und die Räumlichkeiten wiederhergestellt werden.

Kunden werden über den Dächern empfangen

Ganz auf seine Kunden verzichten muss der Juwelier trotz der Verwüstung nicht. In einer Nachricht an seine Kunden informiert das Unternehmen über eine vorübergehende Lösung: "In unseren VIP-Räumlichkeiten über den Dächern des Wiener Grabens heißen wir Sie herzlich willkommen. Hier nehmen wir uns in Ruhe Zeit für Sie und Ihre Schmuckwünsche."

Wer steckt hinter dem Millionen-Coup?

Die Ermittlungen des Wiener Landeskriminalamts laufen auf Hochtouren. Das sichergestellte Tatfahrzeug, dass laut Polizei in Niederösterreich gestohlen wurde, und die Aufnahmen der Überwachungskameras könnten wichtige Hinweise liefern. Wer hinter dem Einbruch steckt und wohin die Täter geflüchtet sind, ist weiterhin offen.

Juwelier Felix Köck will bis zum Weihnachtsgeschäft wieder aufsperren. © fuhrich/oe24

Nächster Juwelier-Coup in Graz

Nur wenige Tage später geriet auch ein Juwelier in der Grazer Innenstadt ins Visier von Kriminellen. Zwei bislang unbekannte Täter schlugen das Schaufenster des Geschäftes ein und erbeuteten hochwertige Armbanduhren. Für ihre Tat benötigten sie gerade einmal 90 Sekunden.

Absperrband vor Juweliergeschäft nach Einbruch in der Grazer Innenstadt, mehrere Personen vor Ort.
Einbruch in Grazer Innenstadt. © ORF

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