Wetterumschwung

Monster-Sturm über Europa: Bombenzyklon im Anmarsch auf Österreich

Panoramablick auf Wien mit dunklen Wolken über der Stadt und vielen roten Dächern im Vordergrund.
© Getty Images/iStockphoto
Über dem Atlantik braut sich ein mächtiges Sturmtief zusammen, das Kurs auf Europa nimmt und Deutschland in Alarmbereitschaft versetzt. Für Österreich kündigt sich zur Wochenmitte ein spürbarer Wetterumschwung an, der vor allem kräftige Niederschläge und Föhnstürme in den Alpentälern bringt.
OE24 auf Google bevorzugen

Ein extremes Tiefdruckgebiet über dem Atlantik sorgt derzeit für angespannte Gesichter bei europäischen Meteorologen. Angetrieben von Höhenwinden formiert sich eine Wetterlage, die vor allem dem Nordwesten des Kontinents ungemütliche Tage bescheren dürfte. Wie das Portal "Focus Online" berichtet, deuten die aktuellen Modellberechnungen darauf hin, dass sich das Tief ab Donnerstag rasant zu einem sogenannten Bombenzyklon intensivieren könnte.

Unter diesem Phänomen verstehen Wetterexperten eine explosionsartige Zyklogenese. Dabei stürzt der Luftdruck im Zentrum des Tiefs innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal ab. Dieser abrupte Druckabfall führt zu enormen Druckunterschieden auf engstem Raum, wodurch orkanartige Windgeschwindigkeiten entstehen können. Als Hauptmotor fungiert dabei ein außergewöhnlich starker Jetstream: Das Starkwindband in großen Höhen erreicht Spitzenwerte von bis zu 300 km/h und pumpt gewaltige Energiemengen in das Tiefdrucksystem. Je nach exakter Zugbahn drohen dem Nordwesten Europas orkanartige Böen, sintflutartige Regengüsse oder in höheren Lagen sogar frühe, heftige Schneefälle.

Die Wetter-Prognose für Österreich im Detail

Während Deutschland und die Nordseeküste vor schweren Sturmböen zittern, zeichnet sich für die Alpenrepublik laut den Experten der Unwetterzentrale vorerst keine direkte Orkanlage ab. Dennoch steht Österreich ein markanter Wetterwechsel bevor, der regional für erhebliche Regenmengen und stürmische Verhältnisse sorgen wird.

Der Fahrplan für die kommenden Tage im Überblick:

  • Dienstag: Weitgehend trockenes Wetter in den meisten Landesteilen, allerdings legt der Südföhn im Hochgebirge spürbar zu und kann in exponierten Alpentälern Sturmstärke erreichen.
  • Mittwoch: Eine markante Kaltfront überquert Österreich von Westen her und bringt rasch einsetzenden Regen im Westen und Süden.
  • Regenschwerpunkte am Mittwoch: Entlang des gesamten Alpenhauptkamms, in Osttirol sowie in Unterkärnten fallen die Niederschläge kräftig und ergiebig aus.
  • Verlauf am Mittwochabend: Die Schauerfront wandert weiter ostwärts, womit es in den Abendstunden auch im Osten kräftig und anhaltend regnet.
  • Donnerstag: Die Niederschläge klingen von Süden und Osten her langsam ab, während sich im Westen bereits wieder die Sonne durchsetzen kann.
  • Windverhältnisse am Donnerstag: Der Wind dreht flächendeckend auf West bis Nordwest und weht zeitweise spürbar lebhaft.

Ungewisse Zugbahn bestimmt das Wochenendwetter

Inwiefern die Alpenrepublik im weiteren Wochenverlauf von den Randbereichen des entstehenden Bombenzyklons erfasst wird, hängt maßgeblich von dessen Zugroute ab. Während die britischen Inseln und Norddeutschland die volle Wucht der atlantischen Tiefdruckdynamik zu spüren bekommen, dominiert hierzulande zunächst die Kaltfrontpassage.

Die Hauptaufmerksamkeit der Meteorologen gilt für Österreich derzeit den ergiebigen Regenmengen im Süden und entlang der alpinen Lagen sowie dem lebhaften Westwind. Ob das atlantische Tief nach seinem Vorstoß auf das europäische Festland weitere Ausläufer zu uns schickt, werden die Berechnungen der kommenden Tage zeigen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden