Poker um die Zukunft

Nach Signa: Streit um die Werft Korneuburg

Die schöne Werft Korneuburg.
© zVg
Nach dem Aus für Signa tobt der Streit ums Werftareal. ÖVP und FPÖ planen neu, die SPÖ schlägt Alarm.
OE24 auf Google bevorzugen

Der Gemeinderat beschließt mit ÖVP-, FPÖ- und NEOS-Stimmen eine neue Planung, die SPÖ stimmt dagegen. Bürgermeister Christian Gepp (ÖVP): „Das Kapitel Signa ist beendet, aber wir beginnen nicht bei Null."

Kein Neustart, sondern Weiterdenken. Als Experten holt die Stadt Chris Müller, der in Linz die Tabakfabrik zum Stadtteil machte, aber nicht als Investor. Gepp: „Wir suchen zuerst die richtige Vision und danach die richtigen Partner."

Festland zuerst

Der Masterplan bleibt: Freizeit, Kultur, Wirtschaft und leistbares Wohnen am Festland, freier Zugang zu Donau und Au, keine Wohnbauten auf der Werftinsel. Eine Bausperre gilt bereits.

Vizebürgermeister Stefan Hanke (ÖVP) lehnt einen Grundstückskauf um jeden Preis ab: „Die SPÖ will, dass wir sofort am Pokertisch mitspielen. Dafür sind wir nicht zu haben."

SPÖ warnt vor Spekulanten

Die SPÖ befürchtet, dass die Planung die Grundstückspreise treibt und Investoren anlockt, wie vor Signa. Vizebürgermeisterin Bernadette Haider-Wittmann fordert: erst Flächen sichern, dann planen.

Landesrat Sven Hergovich will das Land einbinden und eine „Donauinsel für Niederösterreich" schaffen statt eines „Betongoldprojekts für Multimillionäre".

Und NEOS-Gemeinderätin Kathrin Kaindl stimmt für den Vorstoß und fordert ein tragfähiges Gesamtkonzept, denn: „Ein Areal dieser Größenordnung können wir finanziell nicht alleine stemmen."

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden