U-Haft daheim

Paukenschlag: Benko bekommt Fußfessel

Ein Mann im grauen Anzug verlässt mit Justizbeamten einen Raum im Landesgericht Innsbruck.
© APA/WOLFGANG EDER
Signa-Gründer René Benko war mit seinem Antrag erfolgreich.
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Signa-Pleitier René Benko hat mit seinem Verteidiger Norbert Wess einen Antrag auf elektronisch überwachten Hausarrest, vulgo Fußfessel, gestellt - und war damit nun vor dem Landesgericht Innsbruck erfolgreich. Für den Hausarrest wurde eigens eine 60 Quadratmeter große Wohnung angemietet, um die Familie von Benko zu schonen.

Am Mittwoch kann Benko die Gefängnismauern wohl noch nicht hinter sich lassen, aber er gehe davon aus, dass sein Mandant noch diese Woche in den überwachten Hausarrest komme, so Wess, der den Antrag gestellt hatte. Benko, der seit Jänner 2025 in Untersuchungshaft sitzt, war selbst zu der Haftprüfung in seiner Heimatstadt erschienen. Im Anschluss verließ der 49-Jährige in Begleitung von Justizwachebeamten den Saal und wirkte durchaus erleichtert. Noch sichtbarer äußerst erfreut war sein Anwalt Wess.

Ein Mann im grauen Anzug geht durch einen Flur, im Vordergrund ein Polizist mit Weste.
© APA/WOLFGANG EDER

Angemietet Wohnung

Der Verteidiger hatte argumentiert, dass sich Benko nur außerhalb der Justizanstalt angemessen auf die bevorstehenden komplexen Verhandlungen vorbereiten könne. Für den Hausarrest sei in Innsbruck eine eigene 60 Quadratmeter große Wohnung angemietet worden, um die Familie Benko zu schonen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll hingegen eine sechsseitige Stellungnahme gegen die Gewährung einer Fußfessel eingebracht haben.

Bisher fanden die Haftprüfungsverhandlungen in der Causa Benko immer in Wien statt. Nunmehr ging dies zum ersten Mal in Innsbruck über die Bühne.

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Benko rechtskräftig verurteilt

Zuletzt war Benko Ende September in einem Prozess am Landesgericht wegen betrügerischer Krida rechtskräftig zu 30 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Die Strafe verbüßte der seit Jänner 2025 in Untersuchungshaft sitzende Unternehmer bereits. Am 4. und 5. November muss sich der 49-Jährige in Tirols Landeshauptstadt in einem weiteren Krida- und Betrugsprozess verantworten.

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