Ein Sicherheitsupdate ist da, doch damit ist die Gefahr noch lange nicht vorbei. Davor warnt jetzt Markus Roth, IT-Unternehmer und Obmann der Bundessparte Information und Consulting im Interview mit der "Kleinen Zeitung".
Mehr als eine halbe Milliarde an Websites sind in der Programmiersprache PHP geschrieben und daher von den Lücken potenziell betroffen.
"Das Update reicht nicht aus"
"Die Tür mag geschlossen worden sein, aber ob der Einbrecher bereits im Haus oder das Badezimmerfenster geöffnet ist, weiß man eben nicht", warnt Roth bildhaft. Die Schwachstellen wurden durch den Einsatz von KI entdeckt und gleichzeitig nutzten auch Hacker die KI um die Lücken auszunützen. Ein Update allein bedeute noch nicht, dass jetzt wieder alles sicher laufe.
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Man werde erst in Zukunft sehen, wie sich das alles auswirke, sagt Roth. Die bittere Wahrheit: Niemand weiß, wie viele Server die Hacker in den letzten Tagen bereits unbemerkt gekapert haben. Oft nisten sich die Angreifer heimlich im System ein und hinterlassen geheime Hintertüren, um später zuzuschlagen.
"Das eigenen System überprüfen lassen"
Roth warnt daher, sich jetzt zu sicher zu fühlen. Jetzt müssen IT-Forensiker ran, um die digitalen Keller und Dachböden der Webseiten nach versteckten Einbrechern zu durchsuchen. "Auch wenn man meint, dass das Problem nun ohnehin gefixt ist, sollte man das eigene System professionell überprüfen lassen, ob es nicht doch noch Schwachstellen und damit Angriffsflächen gibt."
Zögern sie keine Option, warnt Roth. KI habe die Cybersicherheit „radikal verändert, Sicherheitslücken werden automatisiert aufgedeckt und auch automatisiert angegriffen. Roth sieht "nur den Beginn eines Tsunamis, aber sicher nicht das Ende, da kommt noch ordentlich etwas auf uns zu".
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