Angst vor Bürgern?

Rathauswache bei Bezirkssitzung: Wozu das Aufgebot?

Wirbel in Margareten: Zu einer öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung im Juni 2026 wurde die Rathauswache angefordert. Warum, weiß bis heute keiner so genau. Jetzt verlangt die FPÖ Antworten von der Stadt, und zwar auch auf die Frage, was der Einsatz die Steuerzahler gekostet hat.
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FPÖ-Gemeinderat Roland Guggenberger bringt dazu eine Anfrage an die Stadt Wien ein. Im Zentrum stehen zwei Punkte: Aus welchem konkreten Grund rückte die Rathauswache an, und welche Kosten sind dadurch entstanden?

FPÖ-Gemeinderat Roland Guggenberger
FPÖ-Gemeinderat Roland Guggenberger © FPÖ Wien

Flugblätter im Vorfeld

Vor der Sitzung wurden Flugblätter verteilt. Sie riefen Bürger dazu auf, die öffentliche Sitzung zu besuchen und ihren Unmut über eine bevorstehende politische Entscheidung zu zeigen. Mehr Bürgerbeteiligung gibt es kaum. Trotzdem stand die Rathauswache bereit.

Guggenberger will nun wissen, ob es über die Flugblätter hinaus konkrete Gründe für den Einsatz gab. Entscheidend ist für ihn: Lagen Hinweise auf mögliche Störungen oder eine Gefährdung des Sitzungsablaufs vor? Oder reichte schon die Erwartung eines größeren, kritischen Publikums, um die Wache zu rufen? Auch die Kosten sollen auf den Tisch.

Sonderfall oder System?

Um den Fall einzuordnen, verlangt die FPÖ Vergleichszahlen für ganz Wien. Die Stadt soll offenlegen, wie oft Bezirksvorstehungen die Rathauswache in der Vergangenheit angefordert haben. Die Zahlen sollen zeigen, ob "Margareten" ein ungewöhnlicher Vorgang war - oder ob die Wache auch bei vergleichbaren Veranstaltungen regelmäßig anrückt.

Offen bleibt damit vor allem die zentrale Frage: Was machte den Einsatz der Rathauswache bei dieser Sitzung erforderlich, und was kostete er die Steuerzahler?

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