Gehen die Türen nach einem Unfall nicht oder zu spät auf, kann der Tesla wegen der Akku-Brände schnell zur Todesfalle werden.
Dieser Fall brachte den Stein ins Rollen
Ein schrecklicher Unfall im Oktober 2024 brachte den Stein ins Rollen: Ein Tesla Model Y krachte in Südkorea gegen eine Mauer und fing sofort Feuer. Lkw-Fahrer eilten als Ersthelfer herbei, rissen verzweifelt an den bündig versenkten Türgriffen – doch nichts bewegte sich. Der Tesla-Fahrer war im brennenden Innenraum gefangen, trat in Panik gegen die Scheiben und verstarb schließlich auf der Rückbank.
Die Feuerwehr erklärte den Tod des Mannes mit der schnellen Hitzeentwicklung durch das thermische Durchgehen der Batteriezellen. Ob die versenkten Griffe letzten Endes verantwortlich waren, ließ sich nicht feststellen.
Verbraucherschützer haben daraufhin Strafanzeige gegen Tesla eingereicht. Auch im südkoreanischen Parlament wurden die Missstände behandelt. Dort verwies Tesla-Südkorea Chef Seo Young-deuk aber darauf, dass es die manuellen Entriegelungen gibt.
China plant Verbot für versenkte Griffe
Das Problem: Die versenkten Griffe von Tesla funktionieren rein elektrisch. Wird bei einem Crash die Batterie zerstört, kann das System streiken.
Dann gibt es für den Notfall nur noch die mechanischen Hebel im Innenraum, doch die sind in Rauch und unter Stress nur schwer zu finden, so die Kritiker.
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Wie der "Focus" berichtet, untersucht die US-Sicherheitsbehörde NHTSA bereits rund 174.000 Autos des Model Y. China plant sogar schon ein Verbot für versenkte Griffe ohne einfachen mechanischen Notöffner.
Österreich Feuerwehren warnen
Wie "Bloomberg" berichtet , sind weltweit mindestens 28 Menschen bei dokumentierten Vorfällen mit Tesla ums Leben gekommen, 15 davon in den USA. In Deutschland starben seit 2018 mindestens acht Menschen bei Unfällen mit Tesla-Fahrzeugen. In Österreich ist bislang kein solcher Fall dokumentiert.
Allerdings gab es bereits gefährliche Vorfälle. In Kössen (Tirol) krachte am 4. Oktober 2019 ein Tesla gegen einen Baum, Flammen schossen hoch. Nur weil nachfolgende Autofahrer geistesgegenwärtig handelten und den Lenker im letzten Sekundenteil aus dem Wrack heraus zehrten, gab es hier keinen Todesfall.
Österreichische Feuerwehren warnen schon länger vor den extrem schwer zu löschenden Akku-Bränden. Wenn dann noch die Elektronik streikt, wird das Auto zur Todesfalle.
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