Am Samstag, 5. Juni 2027, soll das Austropop-Duo Seiler und Speer am Residenzplatz in Salzburg gastieren. Ein Comeback nach schweren Vorwürfen gegen Christopher Seiler. Für viele seien die Vorfälle noch nicht aufgearbeitet. Die Ankündigung des Konzerts löst politische Diskussionen aus.
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Konzert nach Diversionsverfahren
Hintergrund der Debatte sind Gewaltvorwürfe gegen Christopher Seiler, die im April im Rahmen einer Diversion ohne Schuldspruch beendet wurden. Dem Sänger waren Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen worden. Nach dem Verfahren entschuldigte er sich öffentlich, bezeichnete die Anzeige der Betroffenen als richtig und kündigte an, sich in Therapie zu begeben. Dennoch sieht sich der Musiker weiterhin Kritik an seinem Auftritt ausgesetzt.
Boykott durch Stadträtin
Stadträtin Anna Schiester von der Bürgerliste kündigte an, das Konzert nicht zu besuchen, und kritisierte patriarchale Strukturen in der Musikszene. Sie sprach sich zwar gegen verordnete Auftrittsverbote aus, hätte sich jedoch eine offizielle Diskussion in der Stadtregierung gewünscht.
Aus der Stadtpolitik und vom Veranstalter gibt es dazu klare Positionen:
- Lukas Stockinger aus dem Büro von Bürgermeister Bernhard Auinger betont, dass das Verfahren abgeschlossen sei und eine Absage nicht infrage komme.
- Frauenstadträtin Andrea Brandner versteht die Bedenken, verweist aber auf den rechtlichen Abschluss der Vorwürfe.
- Der Veranstalter Semtainment nimmt die Kritik ernst, stellt jedoch klar, dass Gewalt bei seinen Events keinen Platz hat.
Zweiter Termin noch offen
Das Konzert von Seiler und Speer am Residenzplatz bleibt somit wie geplant im Programm. Wer am Freitag, 4. Juni 2027, den internationalen Abend der Reihe bestreitet, ist derzeit noch offen. Die Veranstalter Semtainment und Barracuda Music wollen dazu vor Weihnachten weitere Details bekannt geben.
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