Kulturfiasko

Sommertheater: Gutenstein pausiert, Perchtoldsdorf zittert

Die prächtige Burg Perchtoldsdorf.
© Alexander Paul Kubelka
Leere Kassen und halbleere Ränge: Gleich zwei Traditionsbühnen in Niederösterreich geraten ins Wanken.
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Die Raimundspiele Gutenstein fallen 2027 aus. Vizebürgermeisterin Hildegard Ramberger (ÖVP) bestätigt die „Pause". Die Konsolidierungsgemeinde hat schlicht kein Geld, dazu fehlen Unterkünfte.

Das Sommertheater muss „von Grund auf neu aufgestellt" werden. Intendant Norbert Gollinger ist nach drei Sommern Geschichte, sein Vertrag ist ausgelaufen.

Flop in Perchtoldsdorf

Auch bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf kracht es, ausgerechnet nach dem 50-Jahr-Jubiläum. Die Auslastung liegt bei nur 70 Prozent, der Schnitt der 19 Theaterfest-Standorte bei 88,4 Prozent.

Die Folge: 120.000 Euro waren budgetiert, 20.000 kamen im Frühjahr dazu, jetzt zahlt die Gemeinde weitere 50.000 Euro drauf. Die Kosten liegen damit um mehr als 50 Prozent über der Planung.

Ohne Budget, ohne Stück

Bürgermeisterin Andrea Kö (ÖVP) will weitermachen, alle Fraktionen stehen dahinter. Fix ist nur eine deutlich abgespeckte Variante. Doch die Zeit drängt: Es gibt kein Budget, keine Intendanz, kein Stück und kein Ensemble.

Intendant Alexander Paul Kubelka geht mit Oktober. Sein „Till Eulenspiegel" geriet wegen der Überlänge in die Kritik. Die Schuld will er sich „nicht in die Schuhe schieben lassen": Das Budget sei zu knapp gewesen. Entscheidungen sollen in den kommenden Wochen fallen.

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