Wichtige Tipps
Panik-Fehler im Urlaub vermeiden: So schlagen Sie einen Hai in die Flucht!
Das in vielen Köpfen verankerte Bild von unberechenbaren Bestien entspricht nach Ansicht von Profis nicht der Realität. Die professionelle Taucherin Andriana Fragola, die seit vielen Jahren mit Haien taucht und diese aus nächster Nähe beobachtet, zeichnet im Gespräch mit dem US-Magazin "People" ein ganz anderes Bild. Haie seien von Natur aus vorsichtig und sogar ausgesprochen schüchtern.
Auch interessant
Fragola weist den verbreiteten Irrglauben zurück, Haie würden Menschen bei jeder Gelegenheit attackieren oder sofort zubeißen. Wenn dem so wäre, müsste praktisch jeder Badegast an der Küste mit Bissen rechnen, da sich die Tiere regelmäßig in Küstennähe aufhalten. Dennoch ist bei einer überraschenden Begegnung im offenen Meer höchste Aufmerksamkeit geboten.
Die goldene Regel: Blickkontakt halten und Stärke zeigen
Kommt es im Wasser zu einer direkten Begegnung, entscheidet das eigene Verhalten über den Ausgang der Situation. Hektisches Strampeln oder die panische Flucht lösen oft erst den Jagdinstinkt aus, weshalb die Expertin zu kontrollierten Handlungen rät:
- Blickkontakt halten: Den Hai niemals aus den Augen lassen und ihm signalisieren, dass man seine Anwesenheit bemerkt hat.
- Präsenz zeigen: Raubtiere sind im Wasser aufmerksam und beobachten ihr Umfeld aktiv – Beutetiere hingegen flüchten oft blind. Schwimmer sollten sich daher wie ein aufmerksames Wesen verhalten.
- Barrieren nutzen: Flossen oder eine stabile Kamerastange zwischen den eigenen Körper und das Tier bringen, um eine Distanzzone zu schaffen.
- Berührungen vermeiden: Grundsätzlich sollte man Haie nicht mit den Händen berühren. Erst wenn das Tier zu nah herankommt, gilt ein vorsichtiges Wegdrücken des Kopfes als letzte Notmaßnahme.
Für Urlauber, die das Abenteuer suchen und gezielt mit Haien tauchen möchten, empfiehlt Fragola ausschließlich professionelle Anbieter. Geschulte Guides kennen das artspezifische Verhalten genau und können Warnsignale frühzeitig erkennen.
Die 5 Haiarten mit dem größten Risikopotenzial
Weltweit existieren über 500 Haiarten, doch nur ein kleiner Bruchteil gerät überhaupt mit Menschen in Konflikt. Laut einer Erhebung des Magazins "Esquire" erfordern vor allem folgende fünf Arten besondere Vorsicht:
- Makohai: Mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde gilt er als der schnellste Hai der Weltmeere. Trotz seines bedrohlichen Erscheinungsbildes sind Angriffe auf Badegäste oder Taucher extrem selten.
- Blauhai: Diese Spezies bewohnt bevorzugt das offene Meer und meidet flache Küstenabschnitte. Treffen mit Menschen sind daher ungewöhnlich und betreffen in der Praxis fast ausschließlich Hochseefischer und Tiefseetaucher.
- Bullenhai: Er zeichnet sich durch ein besonders durchsetzungsstarkes Verhalten aus. Da er sowohl in Salzwasser als auch in Süßwasserflüssen überleben kann, dringt er häufiger in bewohnte Küstengebiete vor, was die Begegnungswahrscheinlichkeit erhöht.
- Tigerhai: Dieser Räuber erreicht eine Körperlänge von bis zu fünf Metern und gilt als Allesfresser mit wenig wählerischem Speiseplan. Durch seine kräftigen Zähne und sein offensives Auftreten birgt er ein erhöhtes Gefahrenpotenzial.
- Weißer Hai: Er gilt als die bekannteste und gefürchtetste Art. Häufig beißen diese Tiere jedoch nur aus reiner Neugierde zu und lassen wieder ab, sobald sie feststellen, dass der Mensch nicht ihrer gewohnten Beute entspricht.
Wer bei einer unerwarteten Sichtung die Ratschläge der Experten beherzigt und das Wasser kontrolliert verlässt, minimiert das Risiko eines Unfalls auf ein absolutes Minimum.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden