"Unfair"

Spritpreis-Bremse: Reiche profitieren mehr

Zapfpistolen an einer Tankstelle, vorne eine schwarze Dieselpistole, dahinter grüne Benzinpistolen.
© APA/HARALD SCHNEIDER
Mit der Spritpreisbremse unterstützt die Regierung vor allem Besserverdienende, kritisiert der VCÖ. Haushalte mit einem Monatseinkommen von mehr als 5000 Euro tanken mehr als drei Mal so viel Sprit wie Haushalte mit einem Einkommen von bis zu 2200 Euro.
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Eine unfaire Gießkanne gegen hohe Spritpreise ortet man beim VCÖ. "Besserverdienende profitieren mehr von dieser Maßnahme", kritisiert der VCÖ die Maßnahme gegen hohe Treibstoffpreise.

Haushalte mit einem Monatseinkommen von mehr als 5.000 Euro tanken fast dreieinhalb Mal so viel Sprit wie Haushalte mit einem Einkommen von bis zu 2.200 Euro, verweist der VCÖ am Freitag auf Daten der Konsumerhebung von Statistik Austria.

Mit der Senkung der Treibstoffpreise um rund 12 Cent pro Liter würde der Mehrverbrauch unterstützt.

Haushalte mit einem Einkommen bis 2.200 Euro monatlich gaben laut der Konsumerhebung der Statistik Austria für 2024/25 monatlich rund 61 Euro für Treibstoff aus. Bei einem Monatseinkommen von mehr als 5.000 Euro stieg die Tankrechnung auf durchschnittlich 207 Euro.

"Bremse ist widersinnig"

Für VCÖ-Expertin Maria Schenk ist die Spritpreisbremse daher aus sozialer und ökonomischer Sicht widersinnig. Der VCÖ spricht sich deshalb für eine bedarfsorientierte Unterstützung aus. Gleichzeitig bedürfe es Maßnahmen, um den Spritverbrauch zu senken. Dazu könnten etwa niedrigere Tempolimits oder eine Sensibilisierung für spritsparendes Fahrverhalten zählen. Damit würde auch der Treibstoffbedarf und damit die Inflation sinken, so Schenk.

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