Beziehungsdrama

Tennis-Star Monfils: Liebes-Aus kostet ihn Karriere

Zwei Tennisspieler sitzen auf einer Bank am Spielfeldrand und unterhalten sich beim Training.
© IMAGO/ZUMA Press
Gaël Monfils beendet mit 40 seine Karriere. Jetzt spricht er über die schmerzhafte Trennung von Elina Svitolina und deren Folgen für sein Tennis.
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Die Trennung von Elina Svitolina trifft Gaël Monfils schwerer als jede Niederlage auf dem Tennisplatz. Der Franzose verliert nicht nur seine Ehefrau, sondern zieht auch einen Schlussstrich unter seine Karriere. Wie eng beides zusammenhängt, machte der 40-Jährige nun bei einem ungewöhnlich offenen Auftritt auf der Streaming-Plattform "Twitch" deutlich. Der Liebeskummer hatte ihn so sehr aus dem Gleichgewicht gebracht, dass selbst an geregeltes Training zeitweise nicht mehr zu denken war.

"Meine Trennung von Elina hat mir als Mensch sehr wehgetan", erklärte der frühere Weltranglistensechste. Er habe eine Phase durchlebt, in der er nicht mehr so trainieren konnte, wie er wollte. "Ich war psychisch nicht auf der Höhe."

Sein Rücktritt wurde zufällig entdeckt

Dass Monfils seine Karriere beendet hat, erfuhr die Tenniswelt auf denkbar ungewöhnliche Weise. Nicht durch eine Pressekonferenz oder einen Abschied auf dem Court, sondern durch einen Eintrag in einer Datenbank.

Am 5. Oktober war sein Name auf der Rücktrittsliste der International Tennis Integrity Agency (ITIA) aufgetaucht. Eine offizielle Abschiedserklärung des Franzosen gab es zunächst nicht.

"Das ist überhaupt nicht die Art, wie ich es der Öffentlichkeit mitteilen wollte", räumte Monfils ein. Die Nachricht sei unbeabsichtigt bekannt geworden. "Ich bin etwas getroffen, dass es so endet."

Dabei hatte Monfils seine Entscheidung durchaus bewusst getroffen. Die Trennung von Svitolina spielte dabei eine wesentliche Rolle. Der private Einschnitt hatte seinen Trainingsalltag verändert und ihn schließlich dazu bewogen, seine Laufbahn zu beenden.

Monfils schützt seine Ex-Frau vor Angriffen

Bemerkenswert ist auch, wie der Franzose über jene Frau spricht, deren Entscheidung ihn so sehr verletzt hat. Svitolina war nach Bekanntwerden der Trennung in den sozialen Netzwerken mit Kritik und Spott konfrontiert worden.

Monfils hält dagegen. "Elina ist fabelhaft", erklärte er. Sie sei ein Mensch, dem er enorm viel verdanke. Dass sie die Beziehung beenden wollte, sei für ihn schwer zu akzeptieren gewesen. Ihre Entscheidung respektiere er dennoch.

Von gegenseitigen Vorwürfen will der Franzose nichts wissen. "Unser Leben gehört uns", stellte er klar. Svitolina habe nichts Böses getan, betonte er. Die beiden stünden sich weiterhin nahe.

Das gilt besonders mit Blick auf ihre gemeinsame Tochter Skaï. "Wir sind kein Paar mehr, wir sind immer noch eine Familie", sagte Monfils.

Ein letzter Auftritt vor heimischem Publikum

Damit endet die Karriere eines Spielers, der dem Tennis über viele Jahre eine ganz eigene Note verliehen hat. Monfils gehörte zu den spektakulärsten Athleten seiner Generation, begeisterte mit seiner Schnelligkeit, artistischen Ballwechseln und einer Spielfreude, die ihn weit über Frankreich hinaus populär machte.

Sportlich schaffte er es bis auf Platz sechs der Weltrangliste. Sein Abschied verlief nun allerdings ganz anders, als er es sich vorgestellt hatte.

Zumindest die letzte Begegnung mit seinem Publikum bekommt noch einen angemessenen Rahmen. Am 3. November soll Monfils beim Masters in Paris offiziell verabschiedet werden. Für die Unterstützung in den vergangenen schwierigen Wochen bedankte sich der 40-Jährige ausdrücklich bei seinen Landsleuten: "Sie haben mich alle unterstützt und das ist wirklich wichtig."

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