Rekordtief

Trockenheit: Noch immer Probleme bei Hausbrunnen

Viele Hausbrunnen aufgrund von Zersiedelung
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Die Regenwasserzisterne ist bei der Wasserwirtschaft gar nicht so gerne gesehen.
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Der Grundwasserstand in Oberösterreich ist auf Rekordtief. Die Wasserversorgung sei dennoch gesichert, so Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). Probleme gebe es lediglich bei kleinteiliger Versorgung wie Hausbrunnen oder kleinen Genossenschaften. Überraschend für alle, die sich gegen Wasserknappheit absichern wollen: Die Regenwasserzisterne ist bei der Wasserwirtschaft gar nicht so beliebt, denn wichtig für das Grundwasser sei, dass Regenwasser an Ort und Stelle versickert.

95 % der Grundwasserstellen: niedrige Werte

Nach dem trockenen und heißen Sommer habe man "historisch niedrige Grundwasserstände und niedrige Quellschüttungen", so Kaineder in einer Pressekonferenz am Montag. Heuer seien erst 65 Prozent der Niederschläge gefallen, die in den ersten neun Monaten eines Jahres niedergehen sollten, rechnete Peter Kickinger von der Gruppe Gewässergüteaufsicht und Hydrographie vor. 95 Prozent der Grundwassermessstellen zeigen niedrige oder sehr niedrige Werte an.

Gemeinden müssen sich etwas überlegen

Viele Gemeinden haben heuer zum Wassersparen aufgerufen. Kaineder findet, dass es auch künftig Aufgabe der Gemeinden sein solle, "sich Instrumente zu überlegen", Wasserengpässe zu vermeiden, etwa durch das Management der Poolbefüllungen. Denn insgesamt gebe es weniger ein Verfügbarkeits- als ein Geschwindigkeitsproblem - also, dass sich die Speicher zu manchen Zeiten nicht schnell genug wieder füllen. Bei der Wasserversorgung sind Hausbrunnen oder kleine Wassergenossenschaften, die sich nur auf eine einzige Quelle stützen, wesentlich krisenanfälliger als große Versorger, die sich auf mehrere Standbeine verlassen können.

Regenwasser in Zisterne sammeln

Der Ansatz, Regenwasser in einer Zisterne zu sammeln und als Brauchwasser zu verwenden, wird in der Wasserwirtschaft gar nicht so hoch bewertet, wie mancher Hausbesitzer glauben möchte. Wichtig sei, dass das Wasser versickere, denn nur dadurch werden die Grundwasserkörper wieder aufgefüllt, erklärte Daniele König, Direktorin Umwelt- und Wasserwirtschaft beim Land. Daher verfolge man auch beim Hochwasserschutz zunehmend den Ansatz, wo immer es möglich ist, mit Versickerungsbecken zu arbeiten anstatt mit Schutzbauten.

Christian Kneidinger, Leiter der Gruppe Trinkwasser und Abwasser, geht davon aus, dass sich die gesunkenen Grundwasserspeicher wieder füllen werden - auch wenn die Tendenz langfristig nach unten zeigt. Das Problem ist, dass durch den Klimawandel zunehmend Extremereignisse auftreten - also etwa lange Trockenheit und dann wieder Extremniederschläge anstatt einer gleichmäßigen Verteilung.

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