Nach wochenlangem Tauziehen haben sich die europäischen Staaten laut US-Präsident Donald Trump auf eine umfassende Freigabe strategischer Dieselreserven geeinigt. Die Notfallmaßnahme soll die rasant steigenden Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten vor den anstehenden Kongresswahlen spürbar dämpfen.
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US-Präsident Donald Trump gab die Einigung am Freitag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social bekannt. Europa habe soeben zugestimmt, "riesige Mengen seiner gut gefüllten Dieselbestände freizugeben", so Trump in seiner Stellungnahme auf Truth Social.
Nach Angaben des Weißen Hauses soll die koordinierte Marktintervention unverzüglich anlaufen, um den angespannten Weltmarkt zeitnah mit zusätzlichem Volumen zu versorgen.
100 Millionen Barrel
Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Mio. Barrel (je 159 Liter) Diesel und Rohöl geeinigt, um die angespannten Energiemärkte zu entlasten. Die Freigabe über die Internationale Energieagentur (IEA) soll unverzüglich und über einen Zeitraum von vier Monaten erfolgen, teilten die G7 in einer Erklärung am Freitag mit. Zudem ist eine vorgezogene, erhebliche Freigabe von Diesel innerhalb der ersten 20 Tage durch die G7-Mitglieder und ihre Partner geplant.
Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, die G7-Staaten hätten vereinbart, ihre Maßnahmen weiter abzustimmen, um die Öllieferungen durch die Straße von Hormuz zu sichern. Zu der Gruppe gehören neben Frankreich die USA, Deutschland, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan. In ihrer Erklärung bekräftigten die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten ihre Verpflichtung, auf Exportbeschränkungen für Energie und Energieträger untereinander zu verzichten. Sie riefen zudem alle Produzenten auf, keine Verbote zu verhängen, die die Spannungen auf den Märkten verschärfen könnten.
Dies gilt als Signal an die USA, die zuvor mit einem einseitigen Exportverbot für Diesel gedroht hatten. Die G7 forderten die IEA auf, die sofortige und vollständige Umsetzung der im März vereinbarten Verpflichtungen zu überwachen. Zudem wollen die G7-Staaten die Wartungspläne ihrer Raffinerien untereinander abstimmen. Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in der Erklärung erneut die Angriffe des Iran auf seine Nachbarstaaten und bekräftigten ihr Festhalten an den Sanktionen gegen Russland.
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