Stellenabbau droht

Uni-Budget: JKU-Rektor Koch warnt vor massiven Einschnitten

Ein Mann im Anzug steht vor einem JKU-Logo und lächelt in die Kamera.
© JKU Linz/KK
Die Johannes Kepler Universität Linz muss sich auf umfangreiche Sparmaßnahmen einstellen. Rektor Stefan Koch hält einen Stellenabbau für kaum vermeidbar. Auch Lehrveranstaltungen, Studienrichtungen und Studienplätze könnten betroffen sein.
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Linz. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Nach der Präsentation des Universitätsbudgets durch die Bundesregierung warnt Rektor Stefan Koch vor weitreichenden Sparmaßnahmen. Neben einem möglichen Stellenabbau könnten auch Lehrveranstaltungen gestrichen und Studienangebote eingeschränkt werden.

Für die kommenden drei Jahre stellt die Bundesregierung knapp 16 Milliarden Euro für die österreichischen Universitäten bereit. Nach Berechnungen der Universitätenkonferenz (uniko) fehlen damit allerdings rund zwei Milliarden Euro, um den tatsächlichen Finanzierungsbedarf der Hochschulen zu decken.

Stellenabbau laut Rektor kaum vermeidbar

JKU-Rektor Stefan Koch bezeichnete das Budget am Sonntag gegenüber dem ORF als äußerst problematisch. Die vorgesehenen Mittel würden nicht ausreichen, um die inflationsbedingten Mehrkosten auszugleichen. Besonders schwierig sei die Situation, weil noch nicht feststehe, welche zusätzlichen Ausgaben aus dem Universitätsbudget finanziert werden müssen.

An der JKU werden deshalb weitere Einsparungen vorbereitet. Bereits seit mehreren Monaten gehe die Universität vorsichtiger mit ihren finanziellen Mitteln um. Da die Personalkosten den größten Ausgabenbereich darstellen, hält Koch einen Stellenabbau für kaum vermeidbar. Wie viele Arbeitsplätze tatsächlich betroffen sein könnten, ist derzeit noch offen.

Konkrete Zahlen für die Linzer Universität liegen noch nicht vor. Die entsprechenden Leistungsvereinbarungen mit dem Bund werden erst im kommenden Jahr verhandelt.

Auch Studenten könnten Einsparungen spüren

Die angekündigten Sparmaßnahmen könnten erhebliche Auswirkungen auf den Studienbetrieb haben. Wenn weniger Lehrpersonal zur Verfügung steht, könnten bestimmte Lehrveranstaltungen künftig nicht mehr angeboten werden. Koch rechnet deshalb damit, dass es zu Streichungen kommen könnte. Darüber hinaus sind Veränderungen im Studienangebot denkbar. Die Universität will prüfen, welche Studienrichtungen weiterhin im bisherigen Umfang angeboten werden können. Auch die Zahl der verfügbaren Studienplätze könnte betroffen sein.

Bereits zuvor hatte die JKU das geplante Studium für Quantenwissenschaften vorerst gestoppt. Ob dieses Vorhaben zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden kann, ist derzeit unklar.

Finanzierung der IT:U sorgt für offene Fragen

Zusätzlichen Klärungsbedarf sieht der JKU-Rektor bei der Finanzierung weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen und Projekte. Dazu zählen der Wissenschaftsfonds FWF, die Interdisciplinary Transformation University (IT:U) sowie der geplante weitere Ausbau der Medizinischen Fakultät der JKU. Insbesondere bei der IT:U fordert Koch Klarheit. Bei deren Gründung sei zugesichert worden, dass die Finanzierung nicht zulasten der bestehenden Universitäten erfolgen werde.

Entscheidend sei daher, welche dieser Ausgaben tatsächlich aus dem nun vorgesehenen Universitätsbudget bestritten werden müssen. Die Universitätenkonferenz will sich mit der angespannten Finanzierungssituation befassen und über das weitere Vorgehen beraten.

JKU bereitet sich auf Einschnitte vor

Unterdessen bereitet sich die JKU bereits auf mögliche Einschnitte vor. Welche konkreten Auswirkungen die Sparmaßnahmen auf Mitarbeiter, Studierende und das Lehrangebot haben werden, dürfte sich erst nach den kommenden Budgetverhandlungen zeigen.

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