Das Geheimnis im Ei

Was die Zahlen auf deinem Frühstücksei wirklich bedeuten

© Getty Images/fStop
Zum Welt-Ei-Tag rückt die Bedeutung der Eier-Kennzeichnung in den Fokus. Die Ziffer Null auf dem Bio-Ei steht für die beste Haltung und garantiert mehr Tierwohl sowie heimische Qualität.
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Alles dreht sich am Freitag (9. Oktober) ums Ei, denn dann findet der 30. Welt-Ei-Tag statt. Wer beim Frühstücksei oder beim Backen bewusst zu Bio-Eiern greift, entscheidet dabei über weit mehr als nur den Geschmack. Die erste Zahl auf jedem Ei verrät nämlich genau, unter welchen Bedingungen die Legehenne gehalten wurde. Dabei steht die Ziffer Null für die biologische Haltung.

Kennzeichnung hilft bei Kaufentscheidung

"Wer beim Ei auf die 0 schaut, schaut auch aufs Tierwohl. Bio-Legehennen haben Zugang zu einem begrünten Auslauf, bekommen Bio-Futter und werden nach strengeren Vorgaben gehalten. Die Kennzeichnung macht diese Entscheidung für Konsumentinnen und Konsumenten ganz einfach sichtbar", sagt Barbara Riegler, Obfrau von BIO AUSTRIA.

So funktioniert der Eier-Code

Die erste Ziffer des Erzeugercodes auf der Schale gibt direkte Auskunft über die Haltungsform der Tiere:

  • 0 steht für biologische Haltung
  • 1 steht für Freilandhaltung
  • 2 steht für Bodenhaltung

Die Buchstaben nach dieser Ziffer zeigen das Herkunftsland, wobei "AT" für Österreich steht. Der restliche Code ermöglicht es, das Ei bis zum jeweiligen Erzeugerbetrieb zurückzuverfolgen. Für die Obfrau dient die Kennzeichnung als kleiner Einkaufs-Kompass: "Eine 0 und ein AT und ich weiß, dass ich ein österreichisches Bio-Ei in der Hand habe. Damit kann ich beim Einkauf ganz bewusst heimische Biobäuerinnen und Biobauern unterstützen."

Strenge Vorgaben für Bio-Eier

Für Bio-Legehennen gelten besondere Anforderungen. Bei BIO AUSTRIA stehen neben dem Zugang zu begrünten Auslaufflächen auch ausreichend Möglichkeiten zum Scharren, Picken und Sandbaden sowie Rückzugs- und Beschattungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Auch beim Futter gelten strenge Bio-Vorgaben, da die Tiere Biofutter aus Österreich erhalten.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Haltungsform ist die Aufzucht der Bruderhähne. Damit wird verhindert, dass männliche Küken allein aufgrund ihres Geschlechts keinen Platz in der landwirtschaftlichen Produktion haben. Riegler betont dazu: "Bio beginnt für uns nicht erst beim fertigen Ei. Es geht um die gesamte Haltung und darum, Landwirtschaft so zu gestalten, dass Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können und gleichzeitig Umwelt und Ressourcen geschützt werden."

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