Bahn-Pläne

Weniger Züge, dafür mehr Pünktlichkeit

Die Deutsche Bahn hat neue Ideen.
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Die neue Idee der Bahnführung klingt logisch: Was es nicht mehr gibt, das kann auch nicht unpünktlich sein. Die Deutsche Bahn prüft einen ungewöhnlichen Ausweg aus ihrer anhaltenden Verspätungskrise.
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Künftig könnten weniger Züge auf dem ohnehin überlasteten Schienennetz unterwegs sein. Eine eigens eingesetzte Expertenkommission soll untersuchen, ob sich dadurch die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs deutlich verbessern lässt. Das bestätigte ein Bahnsprecher am heutigen Freitag.

Die unabhängige Kommission mit dem Namen "Robuster Fahrplan" nimmt am 3. November in Berlin ihre Arbeit auf. Auftraggeber ist die Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo, die für Deutschlands Schienennetz und Bahnhöfe verantwortlich ist.

Ärgerliche Masse an Verspätungen

Unterstützt werden die Experten vom Schweizer Beratungsunternehmen SMA und Partner, das auf die Planung komplexer Eisenbahnfahrpläne spezialisiert ist.

Die dramatische Pünktlichkeitskrise im deutschen Fernverkehr zwingt die DB zum Handeln. In mehreren Monaten des Jahres 2026 erreichte nahezu jeder zweite Fernzug sein Ziel mit erheblicher Verspätung.

Als Hauptursachen gelten das teilweise jahrzehntealte Schienennetz, zahlreiche Baustellen und die massive Überlastung wichtiger Eisenbahnknoten. Schon kleinere Störungen können dadurch weitreichende Verspätungen auslösen.

Ein ausgedünnter Fahrplan könnte zusätzliche Zeitreserven schaffen und verhindern, dass einzelne verspätete Züge den gesamten Verkehr durcheinanderbringen.

Allerdings hätte eine solche Strategie auch Nachteile: Fahrgäste müssten möglicherweise längere Wartezeiten und weniger Direktverbindungen in Kauf nehmen.

Ob tatsächlich Zugverbindungen gestrichen werden, ist noch offen.

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